Stimmlaut
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An sich ein mit Stimme erzeugter Laut
Stimmlaut[1]
- tönender laut; für 'vokal': einige dieser grundlaute sind reine, volle stimmtöne, aus der brust; die ich daher brustlaute oder stimmlaute nenne, gewöhnlich aber vocale heiszen vorl. üb. d. grundwahrh. d. wissensch. (1829) 213; denn es war darin (sprachlehre) gehandelt von stimmlauten und mitlauten 1, 73 Boxb. in der modernen phonetik, s. stimme A 5: nennen wir ... diejenigen sprachlaute, bei denen eine stimmbildung stattfindet, klanglaute oder, da hier klang und stimme identisch sind, stimmlaute (bez. stimmhafte laute), diejenigen aber, welche ein geräusch enthalten, geräuschlaute; ... reine stimmlaute oder sonore; ... mischlaute sind ... als stimmhafte geräuschlaute oder als geräuschhafte stimmlaute zu charakterisieren phonetik(1901) 73; während wir nämlich bei a, o und u im wesentlichen doch immer nur die stimme (A 5, s. sp. 3067) hören, und deswegen diese laute als stimmlaute oder vokale bezeichnen, mischt sich (bei den konsonanten) ... dem stimmklange ein ... von dieser stimme unterscheidbares geräusch bei physiol. d. stimme (1928) 185.
- von einem stimmorgan hervorgebrachter laut: von mehreren arten (fische) vernimmt man allerdings töne, richtige geräusche, ein knurren oder brummen nämlich; das eine wie das andere kann jedoch gewisz nicht mit den stimmlauten der höheren wirbeltiere verglichen werden Brehm tierleben³ 8, 11. — ähnlich, vom plur. gebildet:
- gestampf der ross und stimmenlaut! — sie sinds, sie nahn
15, 364 Boxb.;
hinter die geschlossenen läden hatte der pfiffikus dicke matten gestopft, kein lichtstrahl kam so durch, kein stimmenlaut drang so hinaus auf die gasse die wacht am Rhein (1929) 223. so auch von nur einer stimme: 'buono dio!' rief Korrodo, schwachen stimmenlauts giftkocher (1798) 21.
- ↑ Fundstelle Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 20 (1941), Bd. X,II,II (1941), Sp. 3121, Z. 23.