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Perfekt

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Perfekt (19. Jh.), Perfektum (17. Jh.) n. den Vollzug eines Geschehens ausdrückende Zeitform des Verbs, vollendete Vergangenheit, nach lat. perfectum (tempus), dem substantivierten Neutrum von perfectus (s. oben), d. h., die Handlung der Vergangenheit wird von der Gegenwart des Sprechenden aus als (gerade) vollendet, als (gerade) abgeschlossen vorgestellt. In frühen Grammatiken meist praeteritum perfectum mit den Übersetzungen vergangen volkummen zeit (15. Jh.), volkummen vergangen oder verpracht (16. Jh.).

Perfekt (19. Jh.), Perfektum (17. Jh.) n. den Vollzug eines Geschehens ausdrückende Zeitform des Verbs, vollendete Vergangenheit, nach lat. perfectum (tempus), dem substantivierten Neutrum von perfectus (s. oben), d. h., die Handlung der Vergangenheit wird von der Gegenwart des Sprechenden aus als (gerade) vollendet, als (gerade) abgeschlossen vorgestellt. In frühen Grammatiken meist praeteritum perfectum mit den Übersetzungen vergangen volkummen zeit (15. Jh.), volkummen vergangen oder verpracht (16. Jh.).

Perfekt

Bedeutungen:

[1] Linguistik: Tempusform, die ausdrückt, dass das Geschehen vom Standpunkt des Sprechers aus zwar vergangen ist, sich aber noch auf seinen Standpunkt bezieht

Abkürzungen:

Perf.

Herkunft:

im der Form Perfektum im 17. Jahrhundert von gleichbedeutend lateinisch perfectum tempus → la entlehnt; Form: Perfekt seit 19. Jahrhundert[1][2]

Synonyme:

[1] Präsensperfekt

Gegenwörter:

[1] Imperfekt, Plusquamperfekt

Oberbegriffe:

[1] Tempus

Unterbegriffe:

[1] Dehnungsperfekt, Doppelperfekt, Reduplikationsperfekt

Beispiele:

[1] In dem Satz „Ich habe gespielt“ ist „habe gespielt“ Perfekt.
[1] „Die Fragen nach Bestand und Veränderungen im Feld der Vergangenheitstempora konzentrieren sich mehr und mehr auf die Verwendungsweisen von Präteritum und Perfekt, nicht so sehr wegen der geringen Gebrauchsfrequenzen des Plusquamperfekts, sondern wegen der häufigen Konkurrenz zwischen Formen des Präteritums und des Perfekts.“[3]
[1] „Schon die relativ späte Einführung der einfachen, analytisch gebildeten Vergangenheitsformen Perfekt und Plusquamperfekt ist aus dem Vorbild des Lateinischen allein nicht zu erklären.“[4]
[1] „Die Vorstufe des Präteritums ist das indogermanische Perfekt.“[5]
[1] „In mündlichen Texten hat man oft einen Wechsel zwischen Präteritum und Perfekt.“[6]

Wortbildungen:

perfektisch, perfektiv, Perfektiv, perfektivieren, perfektivisch, Perfektpartizip, Perfektstamm, Plusquamperfekt
Superperfekt