Minimaler Konsonantismus
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minimaler Konsonantismus
Bedeutungen:
- [1] Linguistik: in der Theorie von Roman Jakobson der Teil des Konsonantismus, der im Spracherwerb zuerst gelernt wird, bei Aphasie als letzter verloren geht und in allen Sprachen der Welt vorhanden ist; er besteht aus dem Gegensatz von Mund- und Nasenlauten und dem zwischen Labialen und Dentalen
Gegenwörter:
Oberbegriffe:
- [1] Konsonantismus
Beispiele:
- [1] „Wir können an dieser Stelle zusammenfassen, daß der sogenannte minimale Konsonantismus auch von der hier untersuchten Gruppe funktionell stammelnder Kinder weitgehend erworben ist.“[1]
- [1] „Wenn wir uns zu den lebendigen Völkersprachen der Erde wenden, so bemerken wir, daß diese zwei Gegensätze sozusagen den minimalen Konsonantismus bilden.“[2]
- [1] „Zunächst werden die in allen Sprachen zu findenden Oppositionen erworben (minimaler Konsonantismus/Vokalismus), später werden die sprachspezifischen Oppositionen erlernt.“[3]
- [1] „Als erstes werden jenen Konsonanten und Vokale erworben, die allen lebendigen Sprachen der Welt gemeinsam sind (minimaler Konsonantismus, minimaler Vokalismus).“[4]
- [1] „Diese zwei Oppositionen (p-m, p-t/m-n) finden sich als „minimaler Konsonantismus“ in allen lebendigen Völkersprachen der Erde.“[5]