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Werk:Kommunikation als Gewahrmittelung

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Zum Inhaltsverzeichnis: Heft 8 - Wundersame Kommunikation
zur Vorfolgeausgabe: Wahrheit über Wahrheit
Schriftstück Ausgabe: 20201208S2
zur Nachfolgeausgabe: Kommunikation der Räume

(1) Gemeindetum als die bedingte Grundlage jeder Gesellschaft anerkennen.

Im Bestreben den Wortbegriff Kommunikation in seinem Bedeutungsinhalten zu umfassen, um ihn in seiner Angemessenheit im sinngemäß nützlichen Gebrauch einschätzen zu können, brachte als Ergebnis, daß wir von der Wortbedeutung und der ursprünglichen Begriffbedeutung her mit jedem Aussprechen von Kommunikation an sich Gemeindetum sagen und wir damit eine Begriffbedeutung von "miteinander sprechen, in Kontakt sein ..." und so weiter meinen, somit Wortbedeutung und Begriffbedeutung an sich nur als gemeinsamen Nenner "etwas gemeinsam zu tun" als Bedeutung tragen, wobei auch dies nicht sicher gegeben ist.

Wenn wir Kommunikation von seiner Begriffbedeutung wegnehmen und seiner Wortbedeutung wieder zuführen und zuordnen würden, so würden wir damit wohl den Grundstein für das Begreifen von Gemeindetum oder Gemeindewesen als die bedingte Grundlage jeder Gesellschaft anerkennen und erneut anstreben, Gemeindetum wieder aufleben lassen und uns auf ein besseres natürlicheres Überleben und Wohlergehen ausrichten. Was einem nun als nachteilig an einem bestehenden Gemeindetum und auch Brauchtum erscheinen mag, erscheint einem nach meinem Eindruck als unangenehm und unangebracht, weil es kein wirkliches Gemeindetum mehr ist, der Sinn und Nutzen dieser Bräuche verloren ging. Zudem wandelt sich die Welt und so wandelt sich die Ausgestalt mancher Bräuche, somit grundlegende und notwendige in ihren Wandlungen fortbestehen würden.

(1.1) Das menschlich mögliche Dasein wiederentdecken.

Ich bin ein Freund der Zivilisationen und der Technologie, wobei ich Technokraten als Gefahr und Zivilisation als niederes Gesellschaftssystem ansehe, als daß eines dezentralisierten Gemeindesystem als Zivilisation. Im Kern bin ich für Vielfalt und dies geht mit Zentralismus nicht gut einher. Ich selbst kann mir nicht vorstellen irgendwo in einem Wald als möchtegern naturverbundener Aussteiger zu leben, da ich wahrscheinlich als erstes dort mein WLAN-Zugang eingeben und an jedem Baum eine Steckdose suchen würde, obwohl sich auch dies sicherlich mit Windenergieanlage anders lösen ließe. Wie ich es auch wende und drehe, komme ich ohne die Vorteile einer Zivilisation nicht wirklich aus und ich sehe auch im Lebensstil indegener Völker genauso wenig das menschliche Vermögen verwirklicht, wie ich es in allen anderen Kulturen, wie auch dem Bürgertum nicht verwirklicht sehe.

Bildbeschreibung: Slums bei einem Kanal in Ho Chi Minh City. (Quelle Wikipedia) Wenn in Ländern mit Großstädten Slums entstehen oder Stadtteile beginnen zu zerfallen, so zeigt dies bereits daß Ende dieser Zivilisation an, da sie aufgehört hat wir die gesamte Bevölkerung nützlich zu sein und sich längst dem Wohlergehen einer kleinen Gruppe mit Sonderrechten ausgestatten "Bürgern" zugewendet hat. Man muß sich bewußt werden, daß für den eigenen Übermaß an Wohlstand irgendwo auf der Welt andere hungern und im Dreck leben werden.

(1.2) Tugendvermögen.

Der Mensch hat offenbar seine wahre Wiege und sein menschliches Vermögen verloren und seither nie wiederentdeckt und so lebt jede Kultur weit unterhalb des menschlich möglichen Dasein, welches wir weitestgehend mit technisch möglichem Dasein verwechseln. Nun stehe ich in der Dringlichkeit und Notwendigkeit ein Ersatzwort für Kommunikation ermitteln zu müßen, damit wir anfangen wirklich das zu tun, was wir meinen mit Kommunikation tun zu würden. Die meisten Menschen neigen dazu von einem unliebsam gewordenen Übermaß aufgrund darin mangelhaft erfahrbarer oder durchsetzbarer Tugend in ein entgegengesetztes Übermaß zu verfallen und sich dadurch einem hin und her voller Zweifel auszusetzen.

Mit bewußtem Tugendvermögen wird sich eine Wiege des Menschen finden, in der Gemeindetum für alle Altersgruppen wieder erstrebenswert ist. Das Tugendvermögen ist jedem Menschen von Natur aus gegeben und es kehrt sich um und gegen ihn vor allem, wenn sein Gemüt absackt und auf einer unteren Ebene wie Furcht eingehakt hängenbleibt. Dies ist bei der Masse der Menschen und insbesondere der scheinbar hohen Eliten dieser Welt noch mehr gegeben und daher können die im Verhältnis sehr wenigen kaum etwas gegen den allgemeinen Wahnsinn unternehmen. Ihre Lösungsansätze entspringen allesamt dem tiefen Gemüt der Furcht.

(2) Warnehmungen im Gesprächsmittelpunkt.

Auf Grund meines erarbeiteten Wissen muß ich schon jetzt für Kommunikation ein Ersatzwort verwenden, um nicht durch Verwendung des Wortes Kommunikation mich selbst unbewußt nachteilig zu beeinflussen und da wird mir nach einiger vorbildlich räumlichen Überlegungen in Bezug auf das Tugendvermögen bewußt, daß zum Beispiel einem Gespräch mit einem Freund vor allem das zum Gesprächsinhalt wird, was jeder von uns seit dem letzten Sehen gerne dem anderen mitteilen will, ihm über Worte sehen lassen will und dabei auch die Absicht mitschwingt, jeweils über den anderen zu erfahren, wie es ihm ergangen ist und ergeht, sowie ihm auch diejenigen Inhalte zu in oft der Kürze des Treffens zu vermitteln suchen, die dem anderen hilfreich sein oder Freude bereiten könnten.

Diese Gesprächsinhalte holen wir aus dem heraus, was wir zuvor vernommen haben und durch Erinnern wieder zur Warnehmung werden lassen, wie auch dem daß wir gegenwärtig im Gespräch warnehmen. So steht im Gespräch an sich die Vermittlung von vergangenen und gegenwärtigen, wie ach möglichen zukünftigen Warnehmungen im Gesprächsmittelpunkt. Wir wünschen uns dabei, daß der jeweils andere gewar über das wird, was wir vermittelt haben, er es versteht und so das Dasein begreift. Unter guten Freunden gibt es keinen Bedarf etwas zu verbergen, keinen Rückhalt etwas zu sagen und so ist die Wahrheitsgüte solcher Gespräche sehr hoch, wobei auch da nicht von absoluter Wahrheit auszugehen ist.

Bildbeschreibung: Bild von CHANDAN SHAH (Quelle Pixabay) Zwei Premierminister im Gespräch. Gehen wir davon aus, daß sie wirklich ein Gespräch als wirkliche Freunde führen, die Photoaufnahme nicht gestellt ist und beide Personen aneinander und dem Gesprächsinhalt wißbegierig sind. Die rechte Person spricht dann in einer Weise, in der es bei der linken Person Bilder erzeugt und sein scheinbar ins Leere gehender Blick ist für gewöhnlich der Blick den jemand einnimmt, wenn er auf seinen inneren Anschauungsraum auf die durch Wörter ersprochenen bildlich-räumlichen Erscheinungen schaut. Der rechte Mann erspricht über das Vorstellungsvermögen, Unbewußtsein und Bewußtsein die Bilder des anderen, ohne daß dieser bewußt etwas dazu beitragen muß, außer zuvor achtsam, aufmerksam und gewarsam als Grundhaltung eingenommen zu haben.

(2.1) Rechtschreibreformen senken das Denkvermögen und die Vernunft.

Durch Rechtschreibreform, die man schon fast als böswillig oder zumindest als mutwillig zerstörerisch bezeichnen muß, sind die beiden h in "Wahrnehmung und Wahrheit" eingefügt worden und im Eigenwörterbuch bewirkt dies eine Gleichsetzung, da das Eigenwörterbuch auf der Grundlage von Anregung durch Wortlaute, Wortklang arbeitet. Die richtigere Schreibweise anzuwenden wird dazu führen, daß die angemessenen Wortbedeutungen angeregt werden und dies wird sich als einen bemerkbaren Anstieg der Vernunft zeigen und zur Verbesserung der Beziehungen beitragen.

Die Gleichsetzung kann nur aufgehoben werden, wenn wir zukünftig wieder warnehmen, Warnehmung, wahr, Wahrheit schreiben und einhergehend anerkennen, daß jeder Mensch seine eigene möglicherweise eigenartige Warnehmung hat und die Wahrheit in Übereinstimmung miteinander im Zweifel darüber zu ermitteln ist. In der Erläuterung und Klarstellung der "Wahrheit über Wahrheit" habe ich zugleich einen Bestandteil der Verfahrensweise aufgezeigt, wie man eine Erläuterung anhand von Wortbedeutungen und Herkünften durchführen kann, oder jemand, der sich Klarheit über ähnliche Begriffe verschaffen will, diese sich selbst ermitteln und sein Denkvermögen dadurch anheben kann. Durch unbedachte Rechtschreibreformen, wird das Denkvermögen und die Vernunft eines ganzen Sprachraum herabgesetzt und anschließend beklagt man sich, daß die Menschen in diesen Gebieten, besonders die Jugend immer dümmer würde?

Bildbeschreibung: Die deutsche Rechtschreibung von der fruchtbringenden GesellschaftBuchausgabe 1666 aus Halle von Johann Christiano Gueinß, der sich gleich auf den ersten Seiten über die schlechten Gewohnheiten der Schreiber beklagt, des rechten Sprechen und rechten Schreiben nicht gerecht zu werden. Gerne werden von Sprachwissenschaftlern und Politikern jene als rückständig und dumm bezeichnet, die anmerken, dass vermeintlich "alte, überholte, unangemessene" Schreibweisen erhalten bleiben sollten. Ich habe mich entschieden mir nicht mehr von Sprachwissenschaftlern sagen zu lassen, wie ich zu sprechen und zu schreiben habe, die in Unkenntnis über die Wirkweisen von Wortlaut, Wortklang, Aussprache in Wechselwirkung mit Unbewußtsein und Bewußtsein stehen. Sie wissen überhaupt nicht was sie damit anrichten und was sie da tun und sollten sie es Wissen, so liegen fortan ihre Absichten offen auf dem Tisch, da alles von mir aufgezeigt von unabhängigen Autodidakten mit erwecktem Forscherwillen erneut nachgewiesen werden kann. Jeder kann darin einsteigen, in dem er ein Wort hernimmt, dessen Bedeutung ermittelt und von dort ausgehend sich der Beziehung zu drei anderen Worten vergewissert, herausfindet, wie Worte im Unbewusstsein anregend wirken und schon liegen 80 Hundertstel der heutigen Sprachwissenschaft am Boden.

(2.2) Hauptbestandteil eines Gespräch.

Wir können in Gesprächen nur vermitteln, was wir wargenommen haben, was wir für wahr halten, worin wir übereinstimmen oder nicht und gehen oft zugleich davon aus daß es wahr sei, erwirken diesen Eindruck durch unsere Wortwahl oder dem Eigenwörterbuch nach unbewußt gleichsetzend und selbst wenn wir geneigt sind mehr oder weniger umfangreich Unwahres zu übermitteln, so haben wird dies bereits zuvor als übermittelt in unserem Bewußtsein wargenommen. Somit ist erkenntlich, daß Warnehmung und "Wargenommenes" Hauptbestandteil eines Gespräch ist und nicht Wahrheit, wir Wahrheit nicht mit Warnehmung verwechseln oder gleichsetzen dürfen. So wird mir der Begriff Gewarsein bewußt, daß wir Gespräche mit der Absicht führen, daß der Gesprächspartner sich über etwas, einem oder auch ihn selbst zuerst gewar und dann gewahr wird, er zu höherer Wahrheitsgüte gelangt. Unbewusst wissen oder erahnen Menschen, dass Wahrheit in höchster Wahrheitsgüte der Schlüssel für Überleben und Wohlergehen ist. Somit ist die Warnehmungsgüte der Wahrheitsgüte gleichrangig in der Wichtigkeit zu setzen, jedoch nicht als bedingt übereinstimmend zu verstehen, sonderen als in Übereinstimmung zu bringen ein Zweck der Gespräche ist. Wie zuvor bereits belegt ist es an sich Warnehmung und Wahrheit, wie auch gewar an sich gewar geschrieben werden müßte und wir uns durch Rechtschreibreform in den Umstand gebracht haben, zwischen war und wahr nicht mehr unterscheiden zu können.

Bildbeschreibung: Sprachwissenschaftliche Diskussion des Rechtschreibreformversuchs von 1876, Abdruck aus der Kölnischen Zeitung: „Das wurzelhafte h“. Die Kölnische Zeitung brachte dies 1876 ein eigenes Buch mit Artikeln zur Rechtschreibreform heraus. (Quelle Wikipedia). In Unkenntnis des Eigenwörterbuch und dem Unbewußtsein und deren Wirkweisen gegenüber dem Bewußtsein, wie auch Einwirkungen auf den Körper haben Sprachwissenschaftler sich schon mehr auf die einheitliche Schreibweise gestützt als auf die Sprache an sich. Eine Sprache schreibt man am Besten wie man sie spricht! Eine Sprache, die so geschrieben, wie gesprochen wird ist leichter zu erlernen, da man mit der richtigeren Aussprache auch zugleich die Rechtschreibung erlernt. Alles andere ist Unsinn – oder? Deutsch schreibt man wie man es spricht, ansonsten ist es kein Deutsch, da diejenigen, die der deutschen Sprache mächtig sind über Deutsch das Dasein deutenund verdeutlichen. Mir ist jedenfalls keine weitere Sprache bekannt, die dies in einer annähernden Deutlichkeit erwirken kann. Geschichtlich wird man ein Erstarken des Deutschtum, wie auch jeden anderen Volkstum unabhängig der Abstammung dort finden, wo die Sprache mit der Schrift nahe in Übereinstimmung gebracht ist und dies wahr bereits vor dem 19. Jahrhundert weitestgehend im deutschen Sprachraum der Fall.

(2.3) Warnehmung und Wahrheit aufeinander abzustimmen.

Warnehmung steht, wie zuvor ermittelt, zum Wort Ware in Bezug und Wahrheit zu wahr im Sinne von möglich, wirklich und tatsächlich. Dadurch, daß wir Warnehmung und Wahrheit beides mit h schreiben, setzen wir sie meist gleich, was sie keinesfalls sind. Ein Gespräch zielt im Grunde darauf ab Warnehmung und Wahrheit aufeinander abzustimmen, sie in Übereinstimmung zu bringen. Zumindest ist dies bei sehr guten Freunden so. In der Politik strebt man eher dazu eine Warnehmung und "Wahrheit" vorzutäuschen und dahingehend Übereinstimmung zu erzielen und sie dann als Wahrheit zu erzwingen und trotz daß die Menschen deren Täuschungen nicht im Dasein selbst beobachten können, übertragen sie diese "Wahrheiten" so stark, daß sie beginnen sich selbst zu täuschen und ihre Warnehmung anzupassen und es als so seiend dann auch so warnehmen obwohl sie es nicht warnehmen. Diese Wirkweise ist umso stärker, je niedriger der Daseinszustand eines Menschen und umso gleichsetzender sein Eigenwörterbuch durch Propaganda eingewöhnt worden ist.

(2.4) Raumgebend in einem Bezugssystem ist meist ein Mangel.

In einem früheren Schriftstück habe ich Gewarsamkeit mit Achtsamkeit und Gelassenheit als Bewußtseinstufen dargelegt, die als Bezugssystem des Bewußtseinvermögen dargestellt wurden. Das Bewußtsein sich über etwas nicht bewußt zu sein wirkt als Mangel und ist zugleich das Bewußtsein über das Unbewußtsein. Im Zustand des bewußten Unbewußtsein reguliert man sein Bewußtsein daraufhin achtsam zu sein. Achtsam zu sein wird jedoch erst im Hinblick durch aufmerksam zu sein zur Achtsamkeit. Jemand der meint sich allen bewußt zu sein, alles zu wissen und so weiter, wird nicht achtsam oder aufmerksam sein können. Achtsamkeit entspricht der Erscheinung unbewußt, achtsam, und aufmerksam zugleich zu sein – an sich durch unbewußt ein kleiner Widerspruch. Der raumgebende Verfertiger für die anderen Bestandteile des Bezugssystem ist meist der Mangel sich über etwas bewußt zu sein und wir bemühen uns in einem Gespräch jeweils darum sich über den Anderen, sich Selbst oder Etwas bewußt zu werden.

(3) Bewußtseinvermögen gegenüber Unbewußtseinvermögen.

In den Wissenschaften bemüht man sich alles über das Bewußtseinvermögen herauszufinden und übersieht dabei den Umstand, daß sich alles aus dem Bewußtsein über das Unbewußtseinvermögen her erst aufbaut. Das Vermögen sich selbst des Unbewußten bewußt zu machen ist Voraussetzung für Selbstbestimmung und die Verfahrensweise im Selbstcoaching. Jemand anderen sich des Unbewußtsein bewußt zu machen, dem er unterliegt, welches ihn im Dasein hindert, ist das, was in Gesprächen vorrangig geschieht. Jedoch betreiben wir dies dahingehend, dass wir unsere Warnehmungen und Schlussfolgerungen dem anderen zu vermitteln suchen, der jedoch gemäß seiner eigenen Warnehmungen und Schlußfolgerungen bereits eine Wahrheit für sich bestimmt hat. Wenn jemand für sich eine Wahrheit bestimmt hat, auf der er sein Dasein begründet, rüttelt man an seiner Lebensgrundlage, wenn man diese Wahrheit in Frage stellt. Dessen sollte man sich bewußt werden, sobald man merkt, dass jemand an einer Wahrheit festzuhalten neigt, sie durch Rechtfertigungen zu verteidigen sucht.

(3.1) Wandlungen und Zugleichheit achtsam, aufmerksam und gewahrsam zu sein.

Dieses Erkennen des Mangel an Wissen, Kenntnissen und Informationen, an Gefühl für den Anderen macht uns achtsam. Dann zielen wir darauf ab, aus dem was wir über Vernehmen hinweg warnehmen zu bemerken, in dem wir unsere Aufmerksamkeit beständig achtsam auf die Gesprächsinhalte lenken, das Verhalten des Anderen, seine Bedürfnisse und so weiter beachtend und sobald wir etwas bemerken wir dessen gewar werden. Gewar werden bedeutet daß etwas aus allem Gesagten heraus sozusagen aufsteigt, daß bemerkt wurde und als solches fortbestehen zu halten ist. Ein Freund sagt, es gehe ihm gut, jedoch sieht er nicht gut aus und so entsteht unmittelbar die Spannung Warnehmung und Wahrheit in Einklang zu bringen.

Was uns gewar wurde, muß stimmig sein und daher gewahr werden. Jedoch ist nicht das wahr, was wir uns auf Grund dessen ausdenken, was uns gewar wurde, sondern das, was der Andere für sich als wahr ermitteln kann, wenn ein wirkliches Gespräch zustande kommt und dann für ihn gewahr wird. Das eingefügte h bringt zum Ausdruck, daß wir die Wahrheit machen! So haben wir über unbewußt, aufmerksam und gewarsam die Erscheinung der Aufmerksamkeit, die Gesprächspartner zueinander als mehr oder weniger vorhanden auch schon durch Gefühl und Beobachtung in seiner Güte, unabhängig von dem Gesagten, bemerken. Gewarsam geht das Bemerken, Aufnehmen und Behalten der Bedeutungen, Werte und Besonderheiten einher. Durch gewarsames aufnehmen zu unbewußt und achtsam bildet sich die Gewarheit als sich dessen bewußt zu sein einem Zyklus durchlaufen und den Gesprächsinhalt aufgenommen zu haben und für sich fortbestehend zu halten.

(3.2) Von Achtsamkeit über Aufmerksamkeit zu Gewahrsamkeit und dennoch zugleich.

Achtsam, aufmerksam und gewarsam spannen zusammen die untere Erscheinungsfläche der Warnehmung als Bewußtheit über Unbewußtheit auf, die sich wie ein Fangnetz auf das im Vernehmen und Warnehmen ausdehnt und ausrichtet, wir wir uns jeweils bewußt darüber sind über ein Dasein ein Unbewußtsein zu haben. So fängt man vorwiegend die Anteile des Gespräches ein, die den Mangel zu beheben geeignet sind und Gewarheit erreichen, erwirken oder bewirken zu können. So wandelt sich bei Erreichen Gewarsamkeit, nachdem Achtsamkeit und Aufmerksamkeit durchlaufen sind, Unbewußtsein zu Bewußtsein. Das Unbewußtsein löst sich auf in dem es sich zugleich in Bewußtsein wandelt. Einmal bewußt geworden wandelt sich Mangel an Bewußtsein in Bewußtsein über ein Dasein, wodurch eine zwischen ihnen bestehende Spannung als Wohlgefühl entlädt und Freude, Gelassenheit, Wohlgefühl auslöst jedoch auch jede andere Gemütsregung erwirken kann, wenn die Wahrheit sich als nachteilig erweist. Nur in Fällen, wo uns nicht gelingt eine Übereinstimmung zu erlangen, sich diese sogar als Nichtübereinstimmung verstärkt, spüren wir zugleich auch einen Anstieg am Mangel jemand über ein Dasein gewar zu werden. In der Darstellung ist eine Abfolge von Achtsamkeit zu Aufmerksamkeit zu Gewarsamkeit aufgezeigt die über den Verfertiger des Bewußtsein über das Unbewußtsein dennoch alle zu gleich bestehen läßt, es somit Abfolge in Zugleichheit ist.

(3.3) Gelingen eine Übereinstimmung zu erlangen.

So fängt man vorwiegend die Anteile des Gespräches ein, die den Mangel Unbewußtsein in Bewußtsein zu wandeln geeignet sind und Gewarsamkeit zu erreichen, erwirken oder bewirken zu können. So wandelt sich bei Erreichen Gewarsamkeit, nachdem Achtsamkeit und Aufmerksamkeit durchlaufen sind, Unbewußtsein zu Bewußtsein. Das Unbewußtsein löst sich auf in dem es sich zugleich in Bewußtsein wandelt. Einmal bewußt geworden wandelt sich Mangel an Bewußtsein in der Erscheinung als Unbewußtsein in Bewußtsein, wodurch siech die zwischen ihnen bestehende Spannung als Wohlgefühl entlädt und Freude, Gelassenheit, Wohlgefühl auslöst jedoch auch jede andere Gemütsregung erwirken kann, wenn die Wahrheit sich als nachteilig erweist. Nur in Fällen, wo uns nicht gelingt eine Übereinstimmung zu erlangen, sich diese sogar als Nichtübereinstimmung verstärkt, spüren wir zugleich auch einen Anstieg an Mangel jemand über ein Dasein gewar und gewahr zu werden.

(3.4) Vom Warnehmungsvermögen zum Wahrheitsvermögen

In der Darstellung zu Wahrheitsvermögen ist eine Abfolge von Achtsamkeit zu Aufmerksamkeit zu Gewarsamkeit aufgezeigt die über den Verfertiger des Bewußtsein über das Unbewußtsein dennoch alle zu gleich bestehen läßt, es somit Abfolge in Zugleichheit ist. Die Bandbreite oder der Umfang wie Ausmaß des Warnehmungsvermögen bildet sich beim Menschen aus der Fähigkeit und Fertigkeit heraus sich in Achtsamkeit, Aufmerksamkeit und Gewarsamkeit zu üben und sich in einem guten Daseinszustand zu erhalten. Über die Abfolge dieses aufeinander aufbauenden Kreislaufes bildet sich das Warnehmungsvermögen auf, das Vermögen möglichst weitestgehend klar und unverfälscht warnehmen zu können. Aus diesem gesamten Aufbau des Bezugssystems bildet sich das Wahrheitsvermögen heraus, das Vermögen Wahrheit zu erkennen. Bei einer hohen Güte wird jemand Wahrheiten wie Unwahrheiten auch dann erkennen, wenn scheinbar alles für das ein oder andere spricht, da die Warnehmung des Daseins weit über Wörter hinausgeht und selbst Gemütsregungen über Warnehmungen einen Anteil am Wahrheitsempfinden haben, Worte und Gesagtes nicht das Dasein sind.

(4) In Worten Denken oder Bilden sehen.

Das, was wir der Kommunikation durch die Wissenschaften eingewöhnt zuschreiben, hat kaum etwas mit dem zu tun, was wir bei uns selbst erfahren können, wenn wir uns einem Gespräch zuwenden und uns darüber bewußt werden, was da wirklich geschieht. Bei den Gelehrten dreht sich seit Langen die Gelehrtenmeinung im Kreis, daß der Mensch in Worten denken würde und müßte. Ich habe lange Zeit in Schleswig Holstein gewohnt und da ist es so, daß sich morgens zwei Angler treffen können, sich grüßen und nach ein paar Stunden weitestgehend wortlosen Angelns sich verabschieden und für das erfüllende nette Gespräch bedanken und es auch so empfinden und meinen. Tatsächlich haben sie sich nur zur rechten Zeit, genau das mit einem Wort gesagt, was zu sagen nötig war um ihr Denken anzugleichen.

Denken erfolgt nur bei Gelehrten in einem tiefen Gemüt auf der ebenso tiefen Ebene der Worte wie auch der Wortwörtlichkeit. Ich strebe hier die Wortwörtlichkeit für die Wortbedeutungen an, jedoch mit dem Ziel sich von Worten völlig lösen zu können und sich entsprechend des menschlichen Vermögen auf die hohe Ebene des wortlosen Denken, von Worten losgelöst begeben zu können. Was uns an Worte kleben und auf niederer Ebene festhalten läßt sind die mit Worten verbundenen Wortleeren oder Mißverständnisse. Wer in Worten denkt, sieht nichts, ist wie blind, wer wirklich denkt der sieht was er denkt, es ist bildlich-räumlich und kann so stark und klar sein wie wirkliche Erfahrung im Dasein. Der eigene Anschauungsraum der Vorstellungen ist so "real" wie das Dasein selbst, wenn man sein natürliches Vermögen zu nutzen weiß.

(5) Gewahrmittelung.

Wenn wir ein Gespräch führen so zielt ein Bestandteil der gegenseitigen Gesprächsführung auf das Vermitteln durch Sprechen und Ermitteln durch Hören, wie auch ermitteln durch Fragen, vermitteln durch Antworten auf das Gewarwerden (gewar ohne h) der jeweiligen Warnehmungen und Wahrheiten ab. Dies setzt zum Warnehmungsvermögen zu achtsam, aufmerksam, gewarsam und dem Bewußtsein über etwas unbewußt zu sein Wißbegehren voraus. Vielmehr geht es mit einher und Wißbegehren ist am Gewahrmittelungsvermögen beteiligt. In dem wir mit Wißbegehren vermitteln und ermitteln bringen, erwirken und bewirken wir im Gespräch wechselwirkend das Gewarwerden hervor, uns werden die Umstände, Begebenheiten, Geschehnisse und so weiter gewar.

Gewar ist noch nicht wahr, man beachte fortan das h als kennzeichnendes Merkmal und so "sammeln und schaufeln" wir das gewar Gewordene solange zur Seite, bis wir genügend vorbildlich-räumlich durch Ersprechen gesehen haben und während dessen haben wir bereits an der Auswertung gearbeitet und mittelnd alles wargenommene zueinander in Beziehung gesetzt, aufeinander abzustimmen gesucht, nach Gleichheiten, Ähnlichkeiten, Unähnlichkeiten, Entgegengesetztheiten gesucht und aus all dem die Wahrheit über das Verfahren des Wahrwerdens herausgebildet. So gelangen die Gesprächspartner, die sich meist des Verfahrens zur Mittelung der Wahrheit nicht bewußt sind, letztlich zu einer Übereinstimmung dessen, was sie beide bei einem guten Gesprächsverlauf fortan als Wahrheit annehmen.

Je mehr ein Gesprächspartner aus dem Gewarwerden heraus deren Möglichkeit, Wirklichkeit, Tatsächlichkeit undoder Dinglichkeit selbst ermitteln kann, umso mehr steigt für ihn deren Wahrheitsgehalt und bewirkt daß das so wargenommene als Wahrheit mehr und mehr annehmen kann und annimmt, es sich in der Wandlung zu einem Wahrwerden befindet. Die Wahrwerdung ist abgeschlossen, wenn er zur Übereinstimmung durch mitteln der Wahrheitsgüte gelangt ist. Zum Abschluß folgt er dem Kreislauf weiter und vermittelt es sich selbst als neue Wahrheit. Jede Wahrheit, die wir haben, ist bedingt eine selbstbestimmte Wahrheit, niemand kann einem Wahrheiten geben, außer man sich selbst durch selbstbestimmter Übereinstimmung. Die Tür zur Gewissheit öffnet sich nur von Innen, vom Selbst ausgehend über den Schlüssel der Übereinstimmung.

(5.1) Wirkweise des Wißbegehren.

Bei einem schlechten Gesprächsverlauf wird hingehend der eine Übereinstimmung vortäuschen, oder meinen der andere täusche sie nur vor, wie auch zu meinen, daß Übereinstimmung erreicht wurde, die es nicht ist, bis hin zu einem im Streit auseinandergehen und mehr ist eine Vielfalt von Täuschungen möglich. Zu Anfang vermitteln wir im Gespräch vorwiegen und dann verlagert es sich zu einem ermitteln, was man dadurch bemerkt, daß man nun mehr nachfragt, meist daher, weil bereits einem Dasein bewußt wird, daß als solches nicht da sein kann. Vermitteln verliert das v, wodurch es zu ermitteln wird, da Wörter mit beginnend mit v dadurch bereits anzeigen, daß man auf das Vermitteln keinen direkten Einfluß hat und einem anderen nur etwas zu vermitteln wenig gute und nachhaltige Wirkung zeigen wird.

Also sind wir nun auf der Ebene gegenseitigen ermittelns und dies erkennt man an dem Anstieg zu fragen, und auch Antworten zu erhalten. Ist dies geschehen, so verliert das ermitteln das e und wandelt sich zu mitteln, einem ausrichten der Mitte um zu erkennen, wohin dies führt, es wird abgewogen und dies in einer multidimensionalen Weise, wenn es sich um ein natürliches Gespräch ohne eingewöhnte Logik handelt. Das Wißbegehren reguliert jedoch, daß die Abfolge auch zugleich ein Kreislauf und zugleich eine Wechselseitigkeit gewährt. Und alle Erscheinungen des Gesprächsverlauf auf und über Inhalte hinweg sich überschneidend wieder zurückkehrend letztlich solange laufen, bis Übereinstimmung über Wahrheit erlangt ist. Was nicht in einem Gespräch zur Erfüllung gelangte, wird sich gemerkt und für ein nächstes Mal aufbewart.

Bildbeschreibung: Die Freuden im Haus (Le gioie di casa); Gemälde von Pietro Saltini (Quelle Wikipedia). Wenn die Menschen wüssten, das sie Wahrnehmung mit Wahrheit verwechseln, dass sie werden Kommunikation im Sinne von Gemeindetum noch Kommunikation im Sinne von Gewahrmittelung begreifen und das dies zu 80 Hundertstel Urgrund ihrer Streitigkeiten ist, so würden sie sicherlich ein besseres Leben führen können. Manche geraten durch diesen Strudel in ein solch niedriges Gemüt, dass sie all ihr Vergnügen nur noch im Streit empfinden können, sie den Streit suchen, um Empfindungen zu haben. Auch das Streben nach Übermaß an Empfindung bis hin zu Schmerz für sich und andere beruht letztlich nur auf der Abkehr und dem Unvermögen sich der Wahrheit bewusst zu werden.

(5.2) Übereinstimmung erlangen zu können von Natur aus bereits als Möglichkeit gegeben.

"Kommunikation" im Sinne von Verständigung, sei es über Worte, Zeichen, Gesten, Mimik und so weiter ist grundlegend ein Gewahrmitteln, daß sich wie in der Graphik aufgezeigt vollzieht. Wir haben zum einen die Eigenschaft gewar, welches wir früher gewahr geschrieben haben, es ursprünglich ein ge + war auf Ware, einem Ding bezog, jedoch hier auch einem Gesagten, einem eigenen Gedanken oder eines anderen bewußt geworden zu sein. Dann haben wir nun ein neues gewahr mit h, daß sich aus ge + wahr bildet, somit für ein "gesamt wahr" oder "bekräftigt wahr", somit für ein bestätigt übereingestimmtes wahr steht, welches zuvor vermitteln, mitteln und ermitteln durchlaufen hat und dadurch zur Wahrheit wurde.

Letztlich ist Wahrheit übereingestimmtes Dasein entsprechend der Abfolge der Wandlungen des Daseins, wie zuvor im Schriftstück Wahrheit über Wahrheit dargelegt, die wiederum gegenwärtig nur meine Eigenwahrheit ist, bis sie einst durch andere widerlegt oder bestätigt ist. Am Ende eines Gesprächs in Vollendung eines Gesprächsinhalten geht man bedingt in Übereinstimmung auseinander, da jedes Gesprächsergebnis die neue Ausgangsgrundlage für weiteres Denken, Handeln und Verhalten wird. Selbst wenn man sich völlig uneinig und in Zweifel ist, ob man jemals Übereinstimmung erlangen könnte, so kann man immer noch in Frieden auseinander gehen, wenn man sich darüber einigt, sich nicht einig zu sein, daß jedoch Übereinstimmung erlangen zu können von Natur aus bereits als Möglichkeit gegeben ist.

(5.3) Treue zur Übereinstimmung.

Jede Beziehung ist möglich, soweit man sich darauf einigen kann, daß die höchste ermittelbare Wahrheitsgüte auch das höchste Überleben und Wohlergehen in sich birgt. Ist die Übereinstimmung stimmig zum Dasein, so wird infolge dessen das daraufhin bezogene Denken, Handeln und Verhalten überlebensfreundlich für alle Beteiligten und wohlwollend auf Wohlergehen ausgerichtet sein. Ist dies nicht gegeben, so ist im Verlauf des Verfahrens zur Gewahrmittelung ein Mangel aufgetreten, der sich finden ließe, würden die Gesprächspartner Gewahrmitteln als Tätigkeit und Gewahrmittelung als Ergebnis höchster erreichbarer Wahrheitsgüte gemeinsam anstreben und so zu einer Wissensgemeinde werden. Wirkliche Feinde sind jene, die einem dies ausschlagen.

Ein Feind ist lediglich ein Freund, der auf Abwege zur Wahrheitsgüte geraten ist und man sollte achtsam dahingehend sein, daß man sich selbst nicht zum Feind wurde und der wahre Feind ist. Gewahrmittlung und durch Fähigkeiten und Fertigkeiten darin sich dies als ein menschliches Vermögen herauszuarbeiten ist möglicherweis der bessere Wortbegriff mit dem ein Mensch denken und es als Ersatzwort für Kommunikation nutzen kann. Gewahrmitteln ist somit ein Gespräch führen, daß in Treue zur Übereinstimmung der Gesprächspartner untereinander und jeder zum Dasein hin die Wahrheit höchster Güte bestimmt, in der Gewissheit stehend, eine absolute Wahrheit nicht bestimmen zu können.

(6) Gewahrmittelung als Ersatzwort für Dialog.

Wir gelangen zur Aufgliederung der Kommunikation in Gemeindetum und Gewahrmittelung, von kommunizieren zu "gemeindetun", noch besser "vergemeinden", "eine Gemeinschaft, Bindung anstreben, eingehen," und es klingt sehr ungewohnt und ob es der Weisheit letzter und bester Schluß ist, wird sich unmittelbar im Versuch der Anwendung zeigen. Es sind an sich technische, wissenschaftliche Begriffe. Niemand wird zu jemand gehen, und sagen, "wir müssen mal gewahrmitteln" da wir weiterhin sagen werden "Laß und ein Gespräch führen", "Laß und mal plaudern". Es sind Wortbegriffe, die dann von Bedeutung sind, wenn wir wissen wollen, was wir da eigentlich tun und was deren Zweck ist. Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern, jemals jemand gesagt zu haben, dass wir mit einander kommunizieren sollten, sondern Kommunikation und kommunizieren immer nur in den Gebrauch kam, wenn man diese erläutern wollte oder etwas in Bezug auf sie zu unternehmen war.

Wenn ich mir recht überlege, was ich hier an sich beschrieben habe, so ist es einem Dialog sehr naheliegend. Dialog steht für Gespräch, Wechselgespräch, Wechselrede, Zwiegespräch, Rede zu Gegenrede. Wortgebildet aus griechisch diá “durch, zwischen”und lógos für "Rede, Wort, Vernunft", wobei Logik nicht Logos ist, Logik so viel zugeordnet wurde, dass wir hier nur Rede, miteinander reden hernehmen. Dialog steht zu griechisch dialégesthai ‚sich unterreden‘, ‚besprechen‘ und das langt erst einmal. Dialog ist im Grunde durch Gespräch die Vernunft und das Verstehen anzuregen und so Erkenntnisse und Lösungen herbeizuführen, in dem durch den Wechsel der Beiträge die jeweiligen Warnehmungen und Meinungen zur Erkenntnis der Wahrheit beitragen. Der Wortbegriff Dialog bringt das Ergebniß nicht zum Ausdruck.

Dialoge werden vor allem vermeintlich in den Wissenschaften und in der Politik wie auch in Unternehmen geführt. Als Unternehmercoach habe ich noch nie eine Führungskraft kennengelernt, die in der Lage war einen Dialog zu führen, da sie meistens schon eine für sie angenehme Wahrheit in der Tasche hatten und diese lediglich zur Tatsache machen wollte. Ich kenne nur wenige, die in der Lage sind einen Dialog zu führen und sie werden mir wohl darin übereinstimmen, dass Gewahrmittelung ein guter Ersatz und ein besserer Wortbegriff für Dialog ist. Mit Gewahrmittelung haben wir also nur den Zweck und die grundlegende Arbeitsweise für Gespräche oder Dialoge bestimmt, über die sich Platon und Aristoteles wohl freuen würden, da es ihnen nie gelang einen wirklichen Dialog zu führen. Platon versetze sein Gesprächspartner nur in Zweifel und zeigte ihnen auf, daß sie unwissend und nicht in der Lage zu wissen sind, während Aristoteles wohl eher Redekunst (Rhetorik) betrieb und lehrte, wie man andere durch Redegeschick überzeugt oder sprachlos macht.

Bildbeschreibung: Gespräch wie auch Dialog im Unternehmen. Das Bild zeigt eine hohe Stimmung die sich wohl zumindest zum Ende  eines Gespräch hin eingestellt haben sollte. Schließlich geht man mit Warnehmungen, Meinungen, Daten, Vorschlägen und so weiter in ein Gespräch hinein, die Gesprächsteilnehmer bilden eine Gesprächsgemeinde und bei Erfolg verlässt jeder von ihnen nach beständigem gewahrmitteln und erreichter Übereinstimmung erfreut das Gespräch und nimmt Wahrheiten höherer Güte wieder mit hinaus, auf die er sich fortan im Hinblick auf ein besseres Überleben, Wohlergehen und sicheren Erfolg verwenden wird – ein gutes Gespräch ist ein Gewinn für alle Gesprächspartner der in der gesteigerten Wahrheitsgüte liegt. Ein Gespräch, darf nicht mit einer Unterhaltung gleichgesetzt werden. In der Art und Weise miteinander zu kommunizieren sind Gespräch und Dialog nur eine der Vielfalt an Erscheinungen zwischenmenschlichen Verhaltens.

Kommunikation der Räume