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Kalkül

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Kalkül n. m. ‘Berechnung, Überschlag’. Im 17. Jh. wird lat. calculus m. in die Kaufmannssprache entlehnt und vielfach zu Calcul m. gekürzt. Dieses nimmt nach frz.calcul im 18. Jh. frz. Aussprache und danach die Schreibweise Kalkül an.

Als der oder das Kalkül (französisch calcul „Rechnung“; von lateinisch calculus „Rechenstein“, „Spielstein“) versteht man in den formalen Wissenschaften wie Logik und Mathematik ein formales System von Regeln, mit denen sich aus gegebenen Aussagen (Axiomen) weitere Aussagen ableiten lassen. Kalküle, auf eine Logik selbst angewandt, werden auch Logikkalküle genannt.

Das Wort Kalkül im logischen und mathematischen Sinn ist ein Maskulinum (der Kalkül). Kalkül im umgangssprachlichen Sinn wird auch als Neutrum (das Kalkül, deshalb auch „ins Kalkül ziehen“) in der Bedeutung von „Berechnung“ oder „Überlegung“ verwendet.[1]