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Tupel

aus AufEinWort, der freien Forschung
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-t-u--pel "Menge oder Set mit einer Reihenfolge oder Anordnung"

das -t ist wohl eher dem Ende des Stammwort zuzuweisen und das -u- ist wohl eher ein Fugenlaut.

Etymologie

Von der Endung der Wörter quintuple, sextuple; aus dem Lateinischen -plus.

Aussprache

(UK) IPA(Schlüssel): /ˈtʊpəl/, /ˈt͡ʃuːpəl/, /ˈtjuːpəl/, /ˈtʌpəl/

(US) IPA(Schlüssel): /ˈtuːpəl/, /ˈtʌpəl/

Substantiv

Tupel (Plural Tupel)

  1. (Mengenlehre) Eine endliche Folge von Begriffen.
  2. (Datenbanken) Eine einzelne Zeile in einer relationalen Datenbank.
  3. (Computing) Eine Reihe von durch Kommas getrennten Werten, die als Parameter für einen Funktionsaufruf an ein Programm oder Betriebssystem übergeben werden.
  4. (Programmierung) Ein Containerdatentyp mit fester Größe, ähnlich einer Liste, der verschiedene Arten von Elementen enthalten kann.
    • Sowohl Python als auch Haskell verfügen über einen Tupel-Datentyp sowie einen Listen-Datentyp.
    • Im Gegensatz zu Listen werden Tupel nicht durch Consing gebildet.

Tupel (abgeleitet von mittellateinisch quintuplus ‚fünffach‘, septuplus ‚siebenfach‘, centuplus ‚hundertfach‘ etc.) sind in der Mathematik neben Mengen eine wichtige Art und Weise, mathematische Objekte zusammenzufassen. Ein Tupel ist eine Liste endlich vieler, nicht notwendigerweise unterschiedlicher Objekte. Dabei spielt, im Gegensatz zu Mengen, die Reihenfolge der Objekte eine Rolle. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Tupel formal als Mengen darzustellen. Tupel finden in vielen Bereichen der Mathematik Verwendung, zum Beispiel als Koordinaten von Punkten oder als Vektoren in endlichdimensionalen Vektorräumen.

Von Tupeln unabhängig von ihrer Länge ist selten die Rede. Vielmehr verwendet man das Wort n-Tupel oder die im Abschnitt „Besondere Bezeichnungen…“ davon abgeleiteten speziellen Wörter, wenn sich aus dem Zusammenhang die Länge als feste Zahl oder als benannte Konstante wie n ergibt. Betrachtet man dagegen viele endliche Folgen unterschiedlicher Längen von Elementen einer Grundmenge, spricht man von endlichen Folgen oder definiert einen neuen Begriff, der oft mit „Kette“ zusammengesetzt ist, z. B. Zeichenkette, Additionskette.

In der Informatik wird der Begriff Tupel auch als Synonym für einen Datensatz verwendet. In diversen Programmiersprachen wie zum Beispiel Python, sind Tupel unveränderliche Datensätze.