super-
Erscheinungsbild
super-
- erstes Glied in aus dem Lat. stammenden Zusammensetzungen mit der Bedeutung ‘über alle Maßen, besonders’,
- entsprechend lat. super
- Adv. ‘oben, darüber, (oben)darauf’, auch ‘mehr’,
- Präp. ‘über, oben auf’.
- Im Lat. bildet super- vorwiegend verbale, aber auch nominale Komposita,
- vgl. lat.
- superfundere ‘darüber-, daraufgießen’,
- superscrībere ‘darüberschreiben’,
- supervacuus ‘überflüssig, unnütz’,
- spätlat. superglōrificāre ‘über die Maßen preisen’,
- superglōriōsus ‘besonders ruhmreich’.
- vgl. lat.
- Im Dt. wird vom 16. Jh. an super- als erstes Kompositionsglied in nominalen Zusammensetzungen
- zur Bezeichnung einer inhaltlichen Steigerung im Sinne von ‘besonders, über alle Maßen, überdurchschnittlich’ geläufig,
- vgl.
- superfein Adj. ‘besonders, überaus fein’ (16. Jh.),
- superklug Adj. ‘besonders klug, überscharfsinnig’ (17. Jh.), dazu
- Superklugheit f. (18. Jh.),
- superfaul Adj. ‘besonders faul’ (19. Jh.).
- vgl.
- Im 20. Jh. entstehen Neubildungen (oft nach engl. bzw. amerik.-engl. Vorbild) wie
- Superbenzin ‘Benzin mit hoher Oktanzahl’ (im Gegensatz zu Normalbenzin),
- -bombe,
- superbraun,
- -billig,
- -schnell, Superhit, -markt, -schau, -schiff, -star.
- Aus dieser Verwendung (und unter amerik.-engl. Einfluss?) entwickelt die Umgangssprache super zum selbständigen indeklinablen Adjektiv (20. Jh.) im Sinne von ‘hervorragend, großartig’. s. super
- zur Bezeichnung einer inhaltlichen Steigerung im Sinne von ‘besonders, über alle Maßen, überdurchschnittlich’ geläufig,
- entsprechend lat. super