Reim
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rei--m Vorlage:dt. Wrtdtng:: 'Fügreihe'
- Reim ml.
- ‘Gleichklang einer oder mehrerer Silben bei verschiedenem Anlaut (besonders am Ende einer Verszeile), kleines Gedicht, Vers’,
- mhd. rīm ‘Reim, Vers(zeile), Verspaar’
- ist entweder eine Entlehnung von afrz. frz. rime ‘gebundene Rede, Reim’
- oder übernimmt vielmehr als altes ger. Wort im Sinne von ‘Reihe’
- (wie auch das Mnd. und Mnl.) die im Afrz. übliche Bedeutung.
- Denn afrz. rime stammt wohl seinerseits
- aus ger., anfrk. *rīm ‘Reihe’
- bzw. ahd. rīm ‘Reihe, Reihenfolge, Zahl’ (8. Jh.),
- denen
- asächs. unrīm ‘Unzahl’,
- aengl. rīm ‘Zahl, Zählung, Rechnung’,
- anord. rīm ‘Berechnung, Kalender’ (auch, nach dem Mnd., ‘Reim, Gedicht’)
- entsprechen.
- Diese sind verwandt mit
- grie. ararískein (ἀραρίσκειν) ‘zusammenfügen, verfertigen’,
- lat. rītus ‘Gebrauch, Sitte, Gewohnheit, Art’,
- air. rīm ‘Zahl’,
- so daß Anschluß an die Wurzelform *arī̌-, *rī̌-, *rēi- der unter Arm angeführten Ww. uig. *ar(ə)- ‘zusammenfügen, passen’ möglich ist.
- Die Bedeutungsentwicklung führt von ‘Reihenfolge’ über ‘Reihe ähnlich klingender Versausgänge, Reimreihe’ zu ‘Endreim’ und ‘Reimvers’.
- Die bis ins 17. Jh. reichende Verwendung von Reim im Sinne von ‘Verszeile, Zeile, Verspaar’ ist noch in Kehrreim und Kinderreim ‘einfacher, leicht faßlicher, einprägsamer Reim, Vers für Kinder’ bewahrt.
- Durch Opitz wird Reim (nach frz. Vorbild) als ‘Endreim’ definiert.