Zum Inhalt springen

Vernunftkunst

aus AufEinWort, der freien Forschung
Dies ist eine alte Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 16. Februar 2024 um 10:21 Uhr durch Nikolaos (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „<div class="dwb-head"><span class="dwb-form">VERNUNFTKUNST,</span> f.</div><div class="dwb-sense"><div class="dwb-sense-content"><span class="dwb-italics dwb-hi">logik:</span> weilen aber gleichwohl mein geehrter herr hauptsächlich wie ich sehe dahin zu gehen scheint, dasz die vernunftkunst oder logik samt ihrer nahen anverwandtinn der gemeinlichen wissenschaft oder metaphysik gänzlich zu verwerfen .. sei. <span class="dwb-author">[https://www.dwds.de/w…“). Sie kann sich erheblich von der aktuellen Version unterscheiden.
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
VERNUNFTKUNST, f.
logik: weilen aber gleichwohl mein geehrter herr hauptsächlich wie ich sehe dahin zu gehen scheint, dasz die vernunftkunst oder logik samt ihrer nahen anverwandtinn der gemeinlichen wissenschaft oder metaphysik gänzlich zu verwerfen .. sei. Leibnitz 1, 376 Guhrauer; es ist kein zweifel, dasz der, so die vortheile der vernunftkunst zu brauchen gewohnt, scharfsinniger als andere verfahren. 1, 388; die menschen sind vernünftig auch ohne beschriebene vernunftkunst, gleichwie sie singen können auch ohne kunst der musik. ebenda; es soll unsre erste arbeit seyn, dasz wir die kräfte des menschlichen verstandes und ihren rechten gebrauch in erkäntnisz der wahrheit erkennen lernen. der theil der weltweisheit, darinnen dieser gezeiget wird, heiszet die logik oder vernunftkunst oder auch vernunftlehre. C. Wolff vernünft. gedanken von d. kräfften d. menschl. verstandes (1725) 6; der gröszte nutzen, den die vernunftkunst in verschiedenen fällen hat, ist in dieser ertheilung gegründet. 77; die logik hingegen, da sie als allgemeine propädeutik alles verstandes und vernunftgebrauchs überhaupt nicht in die wissenschaften gehen und deren materie anticipiren darf, ist nur eine allgemeine vernunftkunst, erkenntnisse überhaupt der form des verstandes gemäsz zu machen. Kant 1, 334; in der Frantzosen tichterey werde die logica oder vernunftkunst nicht gebraucht. Morhof unterr. 161; die bedeutungen der wörter auf eine den regeln der vernunftkunst gemäsze weise unterscheiden und ordnen. Campe vorr. z. 1. th. d. wörterbuchs X.
Fundstelle

Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1893), Bd. XII,I (1956), Sp. 944, Z. 74.