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GAWMP/VIII.

aus AufEinWort, der freien Forschung
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—Urvrschrftng

VIII.

Was den Weg betrifft, die Wahrheit per Fidem zu erlangen, so ist selbiges per Revelationem Divinam inSacris Sripturis und offenbahet: und diesem nach scheinet wohl allen Menschen die heylsame Gnade GOttes unauffhörlich, und treibet sie auf rechtem Wege einher zu gehen; Besonders dieselbigen, welche mit ihm einen Bund in der Tauffe gemacht, der an GOttes Seiten unzertrennlich, aber von Seiten der Menschen oft getrennet wird; massen der Mensch so sehr auff die äussere Sachen gerathen, daß er selten bey sich zu Hause ist, und auff sich wohl acht hat, und also wenig die Göttlichen Operationes bey sich verspüret, sondern vielmehr denselben fast meistens e diametro widerstehet, daß sie also fruchtlos geschehen. Und sind hier recht wie zweyn alliancen zu verspüren, dadurch die eine GOtt den Menschen unauffhörlich zu sich ziehet, und durch die andere die Welt denselben mit grosser Gewalt zu sich zuressen trachtet. Dieweil aber hiervon ex professo zu tractiren nicht eine intention vorietzo, und welches die rechten Mittel, den unveränderlichen Gnaden-Trieb GOttes bey sich stets zu erkennen, demselben zu folgen, und in keinerley Weise zu hindern, oder demselbigen zu widerstreben; Massen die fleißige Lesung der heiligen Schrifft, insonderheit des Neuen Testaments, und in selbigem die Reden und Lehren Christi wohl erwogen, solches uns reichlich lehren kan. Und haben wir auch geistreicher Leute Schrifften, GOtt Lob, in grosser Menge, als des Gerhardi, Arndii, Lükemanni, Scirverii & c. Da besonders des umb die Kirche Christi hochverdienten Theol. Herr D. Epeners geistreiche Schrifften, vornehmlich seine Lehr-Früchte und Schätze des Glaubens, so in 3 à parten Jahrgängen gehalten, hier zu recommendiren, in welchen ein attenter Leser viel antreffen wird, was man in viel andern Büchern, mit Mühe und Arbeit umbsonst suchet, und man von demselbigen Glauben, wovon insonderheit allhier rede, nicht bald so eine ausführliche und klare Nachricht beysammen finden wird.

—Abvrschrftng

§. VIII.

Was den Weg betrifft, die Wahrheit per Fidem zu erlangen, so ist selbiges per Revelationem Divinam inSacris Sripturis und offenbahet: und diesem nach scheinet wohl allen Menschen die heylsame Gnade GOttes unauffhörlich, und treibet sie auf rechtem Wege einher zu gehen; Besonders dieselbigen, welche mit ihm einen Bund in der Tauffe gemacht, der an GOttes Seiten unzertrennlich, aber von Seiten der Menschen oft getrennet wird; massen der Mensch so sehr auff die äussere Sachen gerathen, daß er selten bey sich zu Hause ist, und auff sich wohl acht hat, und also wenig die Göttlichen Operationes bey sich verspüret, sondern vielmehr denselben fast meistens e diametro widerstehet, daß sie also fruchtlos geschehen. Und sind hier recht wie zweyn alliancen zu verspüren, dadurch die eine GOtt den Menschen unauffhörlich zu sich ziehet, und durch die andere die Welt denselben mit grosser Gewalt zu sich zuressen trachtet. Dieweil aber hiervon ex professo zu tractiren nicht eine intention vorietzo, und welches die rechten Mittel, den unveränderlichen Gnaden-Trieb GOttes bey sich stets zu erkennen, demselben zu folgen, und in keinerley Weise zu hindern, oder demselbigen zu widerstreben; Massen die fleißige Lesung der heiligen Schrifft, insonderheit des Neuen Testaments, und in selbigem die Reden und Lehren Christi wohl erwogen, solches uns reichlich lehren kan. Und haben wir auch geistreicher Leute Schrifften, GOtt Lob, in grosser Menge, als des Gerhardi, Arndii, Lükemanni, Scirverii & c. Da besonders des umb die Kirche Christi hochverdienten Theol. Herr D. Epeners geistreiche Schrifften, vornehmlich seine Lehr-Früchte und Schätze des Glaubens, so in 3 à parten Jahrgängen gehalten, hier zu recommendiren, in welchen ein attenter Leser viel antreffen wird, was man in viel andern Büchern, mit Mühe und Arbeit umbsonst suchet, und man von demselbigen Glauben, wovon insonderheit allhier rede, nicht bald so eine ausführliche und klare Nachricht beysammen finden wird.