romantisch
Erscheinungsbild
romant-isch Vorlage:dt.-frz.-lat., Vorlage:dt.-engl.,
- romantisch Adj.
- ‘gefühlsbetont, schwärmerisch, verträumt, stimmungsvoll, geheimnisvoll’,
- zunächst (Ende 17. Jh.) in der Bedeutung ‘den Roman betreffend, nach Art der Romane’
- (wofür im 18. Jh. romanhaft)
- entlehnt aus gleichbed. frz. romantique bzw. unmittelbar aus engl. romantic, das dem frz. Adj. zugrunde liegt.
- Die engl. Bildung gehört zu engl. (älter) romant, romaunt ‘Roman, abenteuerliche Prosaerzählung oder Verserzählung’
- (neben engl. romance), das seinerseits auf afrz. mfrz. romanz, romant ‘Verserzählung, Prosaerzählung’ (s. Roman) zurückgeht.
- Unter erneutem Einfluß von engl. romantic und dessen semantischer Entwicklung im 17./18. Jh.
- wird romantisch einerseits gegen Mitte des 18. Jhs. im Sinne von ‘poetisch, phantastisch, abenteuerlich, wunderbar’ üblich,
- woran sich Ende des 18. Jhs. die auf Personen bezogene Verwendung ‘gefühlsbetont, von Stimmungen abhängig, schwärmerisch’ anschließt,
- andererseits steht es ebenfalls seit der Jahrhundertmitte für ‘stimmungsvoll, malerisch, düster, geheimnisvoll’ (namentlich von Landschaften und Natureindrücken).
- wird romantisch einerseits gegen Mitte des 18. Jhs. im Sinne von ‘poetisch, phantastisch, abenteuerlich, wunderbar’ üblich,
- Die engl. Bildung gehört zu engl. (älter) romant, romaunt ‘Roman, abenteuerliche Prosaerzählung oder Verserzählung’
- Seit dem späten 18. Jh. dient romantisch (als Gegenwort zu klassisch, s. d.)
- der Charakterisierung von Dichtung, Kultur und Lebensauffassung des Mittelalters,
- die dem an der Antike orientierten Kunstideal der Klassik entgegengestellt werden;
- zu Beginn des 19. Jhs. wird es mit der Bedeutung ‘die Literatur, das Denken, die künstlerischen Anschauungen der Romantik betreffend, zu dieser Richtung gehörend’
- kennzeichnend für die neuen geistigen Bestrebungen jener Epoche.