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-s

aus AufEinWort, der freien Forschung
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s

  1. -s aus erstarrten Genitiven übernommenen Adverbendung

[1]Auslaut-s

Das Schluss-s, Auslaut-s, runde s oder Ringel-s ist eine typographische Variante des Buchstabens s – oder linguistisch gesagt: Es ist eine stellungsbedingte allographische Variante des Schriftzeichens (Graphems) s. Es wird in einigen gebrochenen Schriften zur Kennzeichnung des Silbenendes (Auslaut) verwendet, während innerhalb einer Silbe (Inlaut) oder am Silbenanfang (Anlaut) ein langes s gesetzt wird. Die Unterscheidung zwischen langem s und Schluss-s gibt es auch in Schreibschriften wie der deutschen Kurrentschrift.

Da im Deutschen das Phonem s am Wortende nie stimmhaft ausgesprochen wird, steht das Schluss-s immer für ein stimmloses („scharfes“) s (​/⁠s⁠/​). Aufgrund der graphischen Form wird das Schluss-s auch „rundes s“ genannt, im Gegensatz zum von der Form her „langen s“.

Adelung zu -s, -st:

  • Ferner macht dieses -s am Ende der Wörter auch Nebenwörter;
    • allerdings, gleichfalls, theils, rechts, links, unversehens, flugs, erstens, zweytens, drittens, abends, mittags, nachts, montags, dienstags, nächstens,
    • welche nicht selten eine unbestimmte Bedeutung haben, S. -mahls in 6 Mahl.
    • Es scheinet hier aus der Endsylbe -isch zusammen gezogen zu seyn,
      • welche in vielen solcher Wörter in den gemeinen Sprecharten noch deutlich gehöret wird. Auch Opitz sagt noch linkisch für links.
  • In manchen Wörtern gehet dieses -s in -st über;
    • einst, dereinst, längst, immittelst, vermittelst.