Knoten
Erscheinungsbild
Knoten1
- Knoten m.
- ‘Verknüpfung von Fäden, Stricken, Bändern’,
- auch ‘Verdickung, Anschwellung’,
- —Wrtwndl
- ahd. knoto ‘geflochtener Riemen’ (8. Jh.),
- mhd. knote ‘Verknüpfung, Verdickung’.
- Daneben steht bereits früh mit grammatischem Wechsel
- ahd. knodo ‘geflochtener Riemen’ (9. Jh.), ‘Fingerknöchel’ (11. Jh.),
- mhd. knode ‘Verknüpfung, Verdickung’.
- Zur t-Form gehört Knüttel (s. d.),
- zur d-Form Knödel (s. d.).
- Im Nhd. stehen die Doppelformen Knote, Knoten und Knode, Knoden lange nebeneinander,
- bis sich im 18. Jh. Knoten (mit auslautendem -n aus den obliquen Kasus) durchzusetzen beginnt.
- Auch die nächsten germ. Verwandten zeigen unterschiedlichen Auslaut der Wurzelsilbe.
- Zusammen gehören
- mhd. knotze ‘Knorren’,
- aengl. cnotta ‘Verdickung’,
- engl. knot ‘Knoten’,
- aengl. cnyttan ‘verknüpfen’,
- engl. to knit ‘stricken’,
- mnl. cnutten ‘knoten, festmachen’,
- mnd. knütten ‘zusammenknüpfen, zusammenknoten, knüpfen, stricken’.
- Eine andere Gruppe bilden
- anord. knūtr ‘Knoten’ (s. Knute),
- swed. knut ‘Knoten’,
- anord. knūta ‘Knochenkopf, Knöchel’.
- Außergerm. Verwandte finden sich im Balt., vgl.
- lit. gniùsti ‘drücken’, gniùtulas ‘Ballen, Knollen, Klumpen’, gnùtulas ‘(faustgroßer) Klumpen’.
- Erschließbar ist eine Erweiterung uig. *gneut- (wozu auch knutschen, s. d.)
Konten2
Knoten m. meist im Plur., in der Seemannssprache Maßeinheit für die Schiffsgeschwindigkeit (Seemeilen pro Stunde), entlehnt (Anfang 18. Jh.) aus gleichbed. engl. knot, Plur. knots, eigentlich die Knoten in der Logleine zum Messen der Fahrgeschwindigkeit.