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Gatte

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gat-te Vorlage:ahdt.-dt. 'Passende, Gute

  • Gatte m.
    • ‘Ehemann’, Plur. Gatten ‘Eheleute, Ehepaar’
    • mhd. gat(e) ‘wer einem gleich ist oder es einem gleichtut, Genosse, Tiermännchen, -weibchen’,
    • neben gegate (substantivierte Form eines Adjektivs
      • ahd. gigat ‘passend’, um 1000),
      • asächs. gigado,
      • aengl. (ge)gada ‘seinesgleichen, Genosse, Gefährte’,
      • mnl. (ghe)gade ‘Genosse, Ehepartner’,
    • nl. gade ‘Ehemann, Ehefrau’
      • (westgerm. *(ga)gadōn-);
    • vgl. (mit einem oft die Stammes- und Familienzugehörigkeit bezeichnenden Ableitungssuffix)
      • ahd. gataling ‘Stammesgenosse, Verwandter’, Plur. ‘Eltern’ (8. Jh.),
      • asächs. gaduling,
      • aengl. gædeling,
      • got. gadiliggs.
    • Außergerm. sind zu vergleichen
      • aind. gádhyaḥ ‘was man gerne festhält, was einem paßt’,
      • aslaw. godъ ‘Stunde, (passende) Zeit’,
      • russ. god (год) ‘Jahr’,
      • aslaw. godьnъ ‘gefällig, geeignet’,
      • russ. gódnyj (годный) ‘tauglich, brauchbar, geeignet’,
      • výgoda (выгода) ‘Vorteil, Nutzen, Gewinn’.
    • Sie führen auf die Wurzel uig.*ghadh- ‘vereinigen, eng verbunden sein, zusammenpassen’,
      • älter wohl ‘umklammern, fest- und zusammenhalten’
      • (vgl. aind. ā́gadhitaḥ ‘angeklammert’), wozu auch gut, vergattern2 und wohl auch Gatter, Gitter (s. d.) gehören.
    • Gatte, seit Mitte des 12. Jhs. bezeugt,
      • gehört von Anfang an der gehobenen Sprache an;
      • seine Bedeutung geht von ‘gleichgestellter, ebenbürtiger Genosse’ aus,
      • von der Mitte des 13. Jhs. an wird damit auch der Paarungspartner im Tierreich bezeichnet;
      • erst von der Mitte des 17. Jhs. an steht es allein für den ‘ehelich verbundenen Mitmenschen’.
      • Vorher bedarf es, wenn auf Menschen bezogen, der Zusammensetzung Ehegatte (Ende 16. Jh.)