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Telos

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tel--os Vorlage:agrie.-dt. télos agrie. τέλος 'Vollendung, Reife, Vervollkommnung, Erfüllung, Vollkommenheit, …'


Telos

(Übersetzung von Telos WKPDE; WKPD gibt zu Telos "Ziel" an und leitet auf Zweck weiter.)

Telos (/ˈtɛ.lɒs/; griechisch: τέλος, translit. télos, wörtlich „Ende, ‚Zweck‘ oder ‚Ziel‘“) [1] ist ein Begriff, den der Philosoph Aristoteles verwendet, um sich auf die endgültige Ursache einer natürlichen Sache, Organ, Entität oder menschliche Kunst zu beziehen. Telos ist die Wurzel des modernen Begriffs Teleologie, der Lehre von Zweckmäßigkeit oder von Objekten im Hinblick auf ihre Ziele, Zwecke oder Absichten. Die Teleologie ist durch seine Theorie der vier Ursachen von zentraler Bedeutung in Aristoteles‘ Werken zur Biologie der Pflanzen und Tiere sowie zur menschlichen Ethik. Aristoteles‘ Vorstellung, dass alles ein Telos hat, führte auch zum entstehen der Epistemologie. [2]

In Aristoteles

Telos wurde in den Schriften des Aristoteles regelmäßig verwendet, wobei der Begriff mehrfach „Ziel“ bedeutete. [3] Es gilt als Synonym für teleutḗ („Ende“), insbesondere in Aristoteles‘ Diskurs über die Handlungsstruktur in der Poetik. Referenzfehler: Es fehlt ein schließendes </ref>. Man kann zum Beispiel sagen, dass das Telos der Kriegsführung der Sieg ist, oder dass das Telos des Geschäfts die Schaffung von Wohlstand ist. Innerhalb dieser Konzeptualisierung gibt es Telos, die anderen Telos untergeordnet sind, da alle Aktivitäten ihre eigenen, jeweiligen Ziele haben. Für Aristoteles können diese untergeordneten Telos zum Mittel werden, um grundlegendere Telos zu erreichen. [4] Mit diesem Konzept unterstrich der Philosoph beispielsweise die Bedeutung der Politik und die Unterwerfung aller anderen Bereiche zu ihr. Er erklärte, dass das Telos des Schmieds die Herstellung eines Schwertes sei, während das Telos des Schwertkämpfers, der die Waffe als Werkzeug nutzt, darin besteht, einen Feind zu töten oder außer Gefecht zu setzen. [5] Andererseits sind die Telos dieser Berufe lediglich Teil des Zwecks eines Herrschers, der die Leitung und das Wohlergehen eines Staates überwachen muss. Referenzfehler: Es fehlt ein schließendes </ref>.

"Pleasure and pain moreover supply the motives of desire and of avoidance, and the springs of conduct generally. This being so, it clearly follows that actions are right and praiseworthy only as being a means to the attainment of a life of pleasure. But that which is not itself a means to anything else, but to which all else is a means, is what the Greeks term the Telos, the highest, ultimate or final Good. It must therefore be admitted that the Chief Good is to live agreeably."
„Vergnügen und Schmerz liefern darüber hinaus die Motive des Verlangens und der Vermeidung sowie die Triebfedern des Verhaltens im Allgemeinen. Daraus folgt eindeutig, dass Handlungen nur dann richtig und lobenswert sind, wenn sie ein Mittel zum Erreichen eines Lebens voller Vergnügen sind. Aber das.“ Was selbst kein Mittel zu irgendetwas anderem ist, für das aber alles andere ein Mittel ist, nennen die Griechen das höchste, ultimative oder letzte Gut. Daher muss man zugeben, dass das höchste Gut darin besteht, angenehm zu leben.

— Cicero, De Finibus Bonorum et Malorum, Buch IReferenzfehler: Es fehlt ein schließendes </ref>. Die beiden Methoden schließen sich jedoch grundsätzlich nicht gegenseitig aus. Diese werden in den Fällen des Schreibens und Sehens demonstriert, wie Martin Heidegger erklärt: Ersteres wird als eine Form von Techne betrachtet, da das Endprodukt jenseits (para) der Tätigkeit des Produzierens liegt; wohingegen es beim Sehen keinen Rest außerhalb oder jenseits der Aktivität selbst in dem Moment gibt, in dem sie ausgeführt wird. [6] Aristoteles seinerseits bezeichnete Sophia (auch als Arete oder Exzellenz der philosophischen Reflexion bezeichnet) einfach als Vollendung oder Endursache (Telos) der Techne. [7] Heidegger versuchte, die in der Nikomachischen Ethik dargelegte aristotelische Konzeptualisierung zu erklären, in der das Eidos – die Seele des Herstellers – als Archē der gemachten Sache (ergon) behandelt wurde. [8] In dieser Analogie stellt das Telos die Arche dar, steht aber in gewissem Maße nicht zur Verfügung der Techne. Referenzfehler: Ungültige <ref>-Verwendung: „ref“ ohne Namen muss einen Inhalt haben.

In der modernen Philosophie

Der Begriff des Zweck oder Telos bildete die Grundlage der Kybernetik und ist heute Teil der modernen Analyse von Social-Media-Plattformen als intelligente soziale Maschinen.Referenzfehler: Es fehlt ein schließendes </ref>. Handeln wird lediglich als ein Schritt betrachtet, der notwendig ist, um das menschliche Telos zu erfüllen, da es zu Gewohnheiten führt. Referenzfehler: Es fehlt ein schließendes </ref>.

See also

  1. ↑ "Teleological ethics." Encyclopædia Britannica 2008 [1998].
  2. ↑ Eagles, Munroe (2008). Politics: An Introduction to Modern Democratic Government. Ontario: Broadview Press. p. 87. ISBN 978-1551118581.
  3. ↑ Nyusztay, Ivan (2002). Myth, Telos, Identity: The Tragic Schema in Greek and Shakespearean Drama. New York: Rodopi. p. 84. ISBN 9042015403.
  4. ↑ Grayling, A. C. (2019). The History of Philosophy. Penguin UK. ISBN 978-0241980866.
  5. ↑ "Introduction to 'de Finabus'." Cicero: de Finibus XVII (2nd ed.). Loeb Classical Library. Harvard University Press(1931), transcribed by B. Thayer.
  6. ↑ McNeill, William (2012). Time of Life, The: Heidegger and Ethos. Albany: State University of New York Press. p. 6. ISBN 978-0791467831.
  7. ↑ Rojcewicz, Richard (2006). The Gods and Technology: A Reading of Heidegger. Albany: State University of New York Press. p. 64. ISBN 978-0791466414.
  8. ↑ Radloff, Bernhard (2007). Heidegger and the Question of National Socialism: Disclosure and Gestalt. Toronto: University of Toronto Press. p. 354. ISBN 978-0802093158.