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ob-st n. ‘Zuspeise’ (zur Grundnahrung), ursprünglich wohl Hülsenfrüchte, später (in der Klosterküche) Früchte.
- Die westgerm. Kollektivbezeichnung für eßbare, meist saftige Früchte von Bäumen und Sträuchern
- ahd. obaʒ (8. Jh.),
- Anm. KF: obaʒ 28, ahd., st. N. (a): nhd. „Zukost“, Obst, Frucht, Baumfrucht; āʒ (1) 10, ahd., st. N. (a): nhd. Aas, Fraß, Essen, Speise;
- mhd. ob(e)ʒ,
- frühnhd. obs, (seit 16. Jh. mit unorganischem -t wie in Saft, Werft, s. d.) obst,
- mnd. ōvet, āvet, ōves, ōvest,
- mnl. nl. ooft,
- aengl. ofet(t), auch ‘Hülsenfrüchte’,
- ist zusammengesetzt
- aus der unter ob1 behandelten Präposition (s. d.)
- und einem zu der unter essen (s. d.) angegebenen Wurzel uig. *ed- ‘essen’ gebildeten Verbalnomen (s. Aas)
- mit einer Ausgangsbedeutung ‘Zuspeise’ (zur Grundnahrung),
- ursprünglich wohl Hülsenfrüchte, später (in der Klosterküche) Früchte.