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gesellen

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Geselle-n eigtl. zum Gesellen machen, werden, —Nwf. Geselle

gesellen Vb. reflexiv ‘sich zusammenfinden’, mhd. gesellen ‘zum Gesellen machen, geben’, (reflexiv) ‘sich freundschaftlich verbinden’.

ge-selle ahd.-deu. eigentlich den, ‘der den Saal (die Unterkunft) mit (einem) anderen teilt’

‘Facharbeiter, Handwerksbursche, Kamerad’; Handwerker, der nach einer Lehrzeit die Gesellenprüfung abgelegt hat;

  • Geselle m.
    • ‘Facharbeiter, Handwerksbursche, Kamerad’,
      • ahd. gisello ‘Wohn-, Hausgenosse, Freund’ (9. Jh.),
      • mhd. geselle, auch ‘Geliebte(r), Standesgenosse, Handwerksgeselle, junger Mann’,
      • mnd. geselle,
      • mnl. gheselle,
      • nl. gezel
    • ist eine Präfixableitung (westgerm. *ga-salja-) zu dem unter Saal (s. d.) behandelten Substantiv.
      • Es bezeichnet eigentlich den, ‘der den Saal (die Unterkunft) mit (einem) anderen teilt’ (zur Bildung s. 3Bauer und Gefährte).
    • Geselle wird als Bezeichnung für den gelernten, abhängigen Handwerker (seit dem Mhd.) heute durch Facharbeiter (s. Fach) ersetzt;
      • vgl. E. Adelberg in: Zur Ausbildung d. Norm d. dt. Literaturspr. 2 (1976) 165.

¦√¦ uig. *sel-, (*sal-?) "großer Wohnraum, Versammlungsraum, Gesellschaftsraum";

¦↵¦ uger. *salą oder *saliz; ger. salją; uger. *gasaljô, *ga- +‎ *saljô; wger. *ga-salja-; ahd. gisellio