Nutze
Erscheinungsbild
- ‘Ertrag, Gewinn, Vorteil’.
- Ahd. (8. Jh.), mhd. nuz m. (Genitiv nutzes) ‘Gebrauch, Nutzen, Ertrag’
- (germ. *nuti-)
- hat neben sich schwach flektierendes
- ahd. (vereinzelt) nuzza f. (9. Jh.)
- und als fem. jō-Stamm (germ. *nutjō)
- aengl. nytt,
- anord. nyt
- sowie als Adjektivabstraktum
- ahd. nuzzī f. (9. Jh.),
- mhd. (selten) nütze,
- frühnhd. nütze.
- Mnd. mnl. nut weist mask. und fem. Geschlecht auf
- (nl. nut ist Substantivierung des Adjektivs, s. nütze).
- Vereinzelt begegnet schließlich ein schwach flektierendes
- mhd. nutze m.
- Alle Formen stehen ablautend zu der unter genießen (s. d.) behandelten Verbgruppe.
- nhdt. Nutzen m. (Genitiv Nutzens, 16. Jh.) ist wohl aus mhdt. Nutze m. mit Übernahme des Endungs-n aus den obliquen Kasus entstanden.
- Es verdrängt im 18. Jh. älteres Nutz, das fortlebt in den Wendungen nutz und frommen (16. Jh.), zu Nutz und Frommen sein, gereichen, dienen (18. Jh.), zunutze machen (17. Jh.).