Zum Inhalt springen

Energie

aus AufEinWort, der freien Forschung
Dies ist eine alte Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 8. Mai 2024 um 08:05 Uhr durch Nikolaos (Diskussion | Beiträge). Sie kann sich erheblich von der aktuellen Version unterscheiden.

energ-ie, en-ergie, a.s. Wrtdtng: "Einwerken"; "das durch Werk als Wirkung ausübende Tun"; ‘Tatkraft, Nachdruck’;

  • Energie f.
    • ‘Tatkraft, Nachdruck’,
    • als naturwissenschaftlicher Terminus ‘Arbeitsvermögen physikalischer Systeme’.
      • Griech. enérgeia (ἐνέργεια) ‘Wirksamkeit, wirkende Kraft’,
        • zum Adjektiv griech. energḗs (ἐνεργής) ‘wirkend, kräftig’,
          • einer Bildung zu griech. érgon (ἔργον) ‘Werk, Sache’ (verwandt mit Werk, s. d.),
          • Anm. KF: Von ἐν- en-, „in“ +‎ ἔργον érgon, „werken“ +‎ -ος -os, daher eigtl. "einwerkend, Einwerkung"
      • wird über gleichbed. spätlat. energīa als énergie ins Frz. entlehnt
        • und von dort in der 1. Hälfte des 18. Jhs. ins Dt. übernommen.
        • Hier findet es im letzten Drittel des 18. Jhs. besonders durch Herder sowie unter dem Einfluß von französischen Revolutionsschriften, die frz. énergie als Schlagwort bekannt machen, allgemeine Verbreitung.
    • In der Physik setzt sich Energie in der 2. Hälfte des 19. Jhs. gegenüber älterem vis viva 'lebendige Kraft' als Fachausdruck durch (engl. energy jedoch schon bei Young 1807).