Paradoxon
Erscheinungsbild
Paradoxon n. Vorlage:agrie.-lat.-dt.
- ‘wirklich oder scheinbar widersinnige bzw. auffallende, sonderbare Behauptung, widersinniges oder unvermutetes, überraschendes Ereignis’,
- Übernahme (16. Jh.) von spätlat. paradoxon,
- griech. parádoxon (παράδοξον) ‘der allgemeinen Meinung entgegenstehender, sonderbarer (Lehr)satz’.
- Neben die bis heute bewahrte griech.-lat. Form (mit ihrem Plural Paradoxa) tritt gelegentlich latinisiertes Paradoxum und in neuerer Zeit auch die endungslose Form Paradox (mit dem schon im 16. Jh. bezeugten Plural Paradoxe).
- Der Ausdruck ist das substantivierte Neutrum von griech. parádoxos (παράδοξος), agrie. parádoxos πᾰρᾰ́δοξος ‘der gewöhnlichen Meinung zuwiderlaufend, wider Erwarten, unvermutet, auffallend, sonderbar, seltsam’, einer Präfixbildung (s. para-) zu griech. dóxa (δόξα) ‘Ansicht, Meinung’. Daraus entlehntes paradox