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Spektrum

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spektr-um n. wrtl.-sgm. 'Ansicht; Scheinbares, Erscheinendes'; ‘durch Aufspaltung von weißem Licht in die Regenbogenfarben zerlegtes Lichtband’.

  • Lat. spectrum ‘Erscheinung in der Vorstellung, Schemen, Gesicht’,
    • eine Ableitung von lat. specere (spectum) ‘sehen’,
      • wird in der 1. Hälfte des 16. Jhs. im Sinne von ‘gespensterhafte Erscheinung, Einbildung’ mit lat. Flexion ins Dt. übernommen (nach dem 17. Jh. ungebräuchlich).
    • Erneut entlehnt wird Spektrum von Goethe (1791) über Newton, der lat. engl. spectrum für das optische Phänomen des farbigen Bandes, in das ein Lichtstrahl mittels eines Prismas oder eines Gitters zerlegt wird, verwendet (1671).
      • Der Ausdruck wird daraufhin ein Terminus der Optik, dann auch der Physik für die ‘Gesamtheit der elektromagnetischen Strahlung verschiedener Wellenlänge’.
  • Übertragener Gebrauch im Sinne von ‘Vielfalt, Breite, reiche Auswahl’ setzt in der 2. Hälfte des 19. Jhs. ein.