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Werk:Compendium/14

aus AufEinWort, der freien Forschung
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▷Signa igitur naturalia species sunt singularium signatorum. Nam species istae non sunt formae formantes, sed formae informantes. Informati vero uti tales recipiunt magis et minus. Unus enim plus est informatus quam alius, et idem nunc minus, postea plus. Tales igitur formae possunt esse in pluribus, cum non requiratur quod eodem essendi modo ipsis insint, qui modus non est multiplicabilis, sed variis varie, uti una ars scribendi varie variis inest scriptoribus. Patet etiam ex his quod numerus determinatus, puta ternarius, denarius et tales, cum non recipiant magis et minus ob suam singularem determinationem, non habent nisi indeterminatas species, sicut specie multitudinis indeterminatae, quae numeratio dici potest, determinata multitudo cognoscitur; et speciebus magnitudinis et multitudinis cognoscitur magnus determinatus numerus; et sic parvus numerus speciebus multitudinis et parvitatis; et similes colores speciebus similitudinis et coloris, et dissimiles speciebus dissimilitudinis et coloris, et concordantes voces speciebus concordantiae et vocis, et discordantes speciebus discordantiae et vocis; et taliter de omnibus.

Die natürlichen Zeichen sind Eigengestalten der einzelnen Bezeichneten. Diese Eigengestalten sind keine gestaltenden Gestalten, sondern ein-gestaltende. Die Ein-Gestalteten als solche nehmen mehr und weniger an. Der eine ist besser ein-gestaltet als der andere, und derselbe jetzt weniger und dann mehr. Derartige Gestalten können in vielen sein, da es nicht erforderlich ist, daß sie in ihnen in derselben Seinsweise sind. Denn die Seinsweise kann nicht vervielfältigt werden, sondern ist im Verschiedenen verschieden, so wie die eine Kunst des Schreibens bei den verschiedenen Schreibern verschieden ist. Daraus geht hervor, daß eine bestimmte Zahl, z. B. drei, zehn u. a., nur unbestimmte Eigengestalten haben, da sie wegen ihrer einzelhaften Bestimmung kein mehr oder weniger aufnehmen. Ebenso kann durch die Eigengestalt der unbestimmten Vielheit, die Zählung genannt werden kann, eine bestimmte Menge erkannt werden. Und in den Eigengestalten der Größe und Vielheit wird eine große, bestimmte Zahl erkannt; ebenso eine kleine Zahl durch die Eigengestalten der Vielheit und Kleinheit; und ähnliche Farben werden durch die Eigengestalten der Ähnlichkeit und der Farbe, unähnliche Farben durch die Eigengestalten der Unähnlichkeit und der Farbe erkannt; und wohl zusammenklingende Töne werden durch die Eigengestalten der Zusammenstimmung und des Tones, und mißtönende durch die Eigengestalten des Mißklanges und des Tones erkannt, usw.◀▷