Das gefälschte Szenario
angelegt 14.05.2021
(Vortsetzung von: Erreichtes Ziel des Verfälschers)
Jesus und die Kinder:
In den Augen des Propheten waren die Frauen die seelische Stütze des Mannes, und er stellte sie nicht nur über den Mann, sondern bezeichnete die Frau, wie die Muttererde auch, als das Heiligste Wesen nach Gott. Dabei fiel mir auf, dass dieser besagte Text, dem Kapitel aus dem Neuen Testament „Jesus und die Kinder“ (Mt 19,13-15; Lk 18,15-17; Mk 10,13) sehr ähnelte, wobei in dem aufgetauchten Evangelium nicht Kinder von den Jesus Aposteln weggestoßen werden wie im Neuen Testament, sondern eine Frau von einem römischen Spion.
Eine sehr beliebte Vorgehensweise des Betrügers war, soviel Fälschungen wie nur möglich in einem Text einzuschmuggeln. In dem folgenden Beispiel erkennen wir zunächst, dass der Verfälscher ein Motiv aus dem authentischen Evangelium benutzt und es in seinem Plagiat in einem anderen Szenario eingebaut hat. Mit der folgenden Verfälschung will der Plagiator erreichen:
- dass die Römer nicht als die Verfolger des Propheten zu erkennen waren.
- die Niederträchtigkeit des eigenen Volkes des Propheten zu demonstrieren, das ihm auf den Fersen war, um ihn umzubringen.
- den wahren Stellenwert der Frau zu unterschlagen.
- zu zeigen, wie rücksichtslos die Juden sind, damit sich der Leser die Frage stellt: wenn die Jünger so sind, wie sind dann die anderen?
- die Botschaft annehmen wie ein Kind bedeutet, an alles glauben ohne zu hinterfragen.
Hier die Fälschung aus dem Neuen Testament:
"Und sie brachten Kindlein zu ihm, auf daß er sie anrühre. Die Jünger aber verwiesen es denen, welche sie herzu brachten. Als aber Jesus es sah, wurde er unwillig und sprach zu ihnen: Lasset die Kindlein zu mir kommen [und] wehret ihnen nicht, denn solcher ist das Reich Gottes.
Wahrlich, ich sage euch: Wer irgend das Reich Gottes nicht aufnehmen wird wie ein Kindlein, wird nicht in dasselbe eingehen.
Und er nahm sie in seine Arme, legte die Hände auf sie und segnete sie. (Mk 10,13-16)"
Der Originaltext aus dem Evangelium der Essener:
„Daraufhin wurde eine alte Frau, die sich in der Gruppe näherte, um Jesus besser hören zu können, von einem der verkleideten Männer zur Seite gestoßen, der sie vor sie stellte.
Dann sagte Jesus: „Es ist für einen Sohn nicht gut, seine Mutter wegzustoßen. Sodass er den Platz, der ihr gehört, einnehmen kann. Wer so seine Mutter nicht achtet - das heiligste Wesen nach Gott - ist des Namens Sohn unwürdig. Hört was ich euch sage: Achtet die Frau, denn in ihr sehen wir die Mutter des Universums, und all die Wahrheit der göttlichen Schöpfung wird durch sie kommen.
Sie ist die Quelle von allem Guten und Schönen, denn sie ist auch der Keim von Leben und Tod. Von ihr hängt der Mann in all seinem Sein ab, denn sie ist seine moralische und natürliche Unterstützung in seinen Anstrengungen. In Schmerz und Leid bringt sie euch hervor; im Schweiße ihres Angesichts wacht sie über euer Wachstum, und ihr veranlasst sie bis zu ihrem Tode zu größter Sorge. Segnet sie und verehrt sie, denn sie ist euer einziger Freund und eure Unterstützung auf Erden. Respektiert sie, verteidigt sie. Indem ihr das tut, werdet ihr für euch ihre Liebe gewinnen; ihr werdet Gnade vor Gott finden, und um ihretwillen werden euch viele Sünden vergeben.
Liebt eure Frauen und respektiert sie, denn sie werden Mütter von morgen sein und später die Großmütter einer ganzen Nation.
Seid der Frau gehorsam; ihre Liebe veredelt den Mann, erweicht sein verhärtetes Herz, zähmt das wilde Tier in ihm und verändert es zu einem Lamm. Frauen und Mütter sind die unbezahlbaren Schätze, die Gott euch gegeben hat. Sie sind, die schönsten Ornamente des Universums und von ihnen wird alles geboren, was die Welt bewohnen wird. Sowie der Herr der Heerscharen, der das Licht von der Dunkelheit trennte und das trockene Land von den Wassern, so besitzt die Frau das göttliche Geschenk, aus des Mannes böser Natur alles Gute, das in ihm ist, hervorzuholen. Deshalb sage ich euch, nach Gott müssen der Frau eure besten Gedanken gehören, denn sie ist der göttliche Tempel, wo ihr am einfachsten vollkommenes Glück erhalten werdet.
Ziehet von diesem Tempel eure moralische Stärke. Dort werdet ihr eure Sorgen und euer Versagen vergessen und die nötige Liebe zurückerlangen, um euren Mitmenschen zu helfen.
Lasst sie keine Demütigung erleiden, denn durch ihre Demütigung demütigt ihr euch selbst, und ihr verliert das Gefühl der Liebe, ohne die nichts auf Erden existieren kann.
Schützt eure Frauen damit sie euch beschützen mögen, euch und euren Haushalt. Alles was ihr für eure Mütter, für eure Frauen, für eine Witwe oder für eine andere Frau in Bedrängnis tut, werdet ihr für euren Gott tun.“22 X
22 Das Unbekannte Leben Jesu: Kap. 12,8-21.
Nächster Artikel: Neue Dimension der Verfälschung – Makabre Zweideutigkeiten an die Adresse des Essener Täufers