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parádoxos

aus AufEinWort, der freien Forschung
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parádox-os Vorlage:agrie. πᾰρᾰ́δοξος ‘der gewöhnlichen Meinung zuwiderlaufend, wider Erwarten, unvermutet, auffallend, sonderbar, seltsam’,

eine Präfixbildung (s. para-) zu griech. dóxa (δόξα) ‘Ansicht, Meinung’

Von παρά pará, „jenseits“ +‎ δόξα dóxa, „Erwartung“ +‎ -ος -os.

parádoxos, -on (παράδοξος),[1]

  • wider Erwarten, wunderbar, seltsam, parádox, nur subst.:
  • I) paradoxos, ī, m. = παραδοξονίκης, wider Erwarten Sieger,
    • von jmd., der an einem Tage in der lucta u. dem pancratium gesiegt hat, Plur. bei Augustin. de rhet. § 17 ed. Halm. – u. von Mimen, Plur. bei Schol. Iuven. 8, 184. –
  • II) paradoxon, ī, n.,
    • A) eine Redefigur,
      • rein lat. sustentatio od. inopinatum, das Hinhalten, die Spannung des Zuhörers, Isid. orig. 2, 21, 29 (griech. bei Rufinian. de fig. sent. § 34). –
    • B) ein paradoxer Satz, Augustin. de rhet. § 21. –
      • Plur. paradoxa, ōrum, n. (παράδοξα), paradoxe Sätze, von Cicero übersetzt durch quae sunt mirabilia contraque opinionem omnium (= auffallende u. der Meinung aller zuwiderlaufende Sätze) od. bl. durch mirabilia (wunderliche Sätze, Stoicorum, s. Cic. parad. prooem. § 4; Acad. 2, 136 (bei Müller griech.).
  1. ↑ Quelle: Karl Ernst Georges: Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch. Hannover 81918 (Nachdruck Darmstadt 1998), Band 2, Sp. 1468. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20002542528 Lizenz: Gemeinfrei Faksimiles: 1468