Zum Inhalt springen

adäquat

aus AufEinWort, der freien Forschung
Dies ist eine alte Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 28. Juli 2024 um 10:49 Uhr durch Nikolaos (Diskussion | Beiträge). Sie kann sich erheblich von der aktuellen Version unterscheiden.

adäquat Adj. ‘angemessen, entsprechend’.

  • Die Wissenschaftssprache der 2. Hälfte des 17. Jhs. entlehnt das Wort aus gleichbed. lat. adaequātus,
    • dem Part. Perf. von lat. adaequāre ‘gleichmachen, gleichkommen’,
      • zu lat. aequus ‘eben, gleich, angeglichen’ (s. egal).
  • Bereits Gottsched schlägt als Verdeutschung angemessen vor.

adäquat

Adäquat (lateinisch adaequare, gleichmachen) bedeutet im allgemeinen Sinne „angemessen“, „sich deckend“, „passend“, „übereinstimmend“. Das Gegenteil des Begriffs ist „inadäquat“ (nicht deckend, unpassend).

„Unter adäquater Ursache verstehe ich eine Ursache, deren Wirkung allein aus dieser (einen) Ursache erklärt werden kann. Inadäquate Ursache bzw. partiale Ursache hingegen nenne ich eine Ursache, deren Wirkung nicht allein aus dieser Ursache erklärt werden kann.“ (Spinoza Ethica, 3. Teil, Definitionen)
Als adäquate Idee bezeichnet Spinoza eine Idee, die ohne eine Beziehung zu einem Objekt gedacht werden kann.

Siehe auch

Wiktionary: adäquat – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Anm. KF

  1. ↑ Es beginnt mit "veritas est …" ‽▶Richtiger ist: "Angleichung (Angeglichenheit) von Intellekt an Ding", das Ding ist das Ding, die höchste Erknenntniß des Ding wäre die vollkommene Durchdringung und zugleich räumliche Erfassung des Ding, daß bedingt als Erkennender das Ding zu sein. Noch richtiger ist "Wahrheit ist räumliche Deckungsgleichheit von Denken und Ding", noch richtiger ist "Wahrheit ist räumlich deckungsgleiche Wahrnehmung des Ding"; Denken ist bestenfalls das Dasein der Abbild oder Entsprechung, jedoch nicht des Dasein des Ding.