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extrapolier

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extrapolieren (Deutsch)


Person Wortform
Präsens ich extrapoliere
du extrapolierst
er, sie, es extrapoliert
Präteritum ich extrapolierte
Konjunktiv II ich extrapolierte
Imperativ Singular extrapolier!
extrapoliere!
Plural extrapoliert!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
extrapoliert haben
Alle weiteren Formen: Flexion:extrapolieren

Worttrennung:

ex·t·ra·po·lie·ren, Präteritum: ex·t·ra·po·lier·te, Partizip II: ex·t·ra·po·liert

Aussprache:

IPA: [ɛkstʁapoˈliːʁən]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild extrapolieren (Info)
Reime: -iːʁən

Bedeutungen:

[1] Mathematik, Naturwissenschaften: sich (aufgrund bekannter Größen in einem speziellen Bereich) rechnerisch einem Ergebnis (in einem anderen Bereich) nähern, näherungsweise ein Resultat angeben
[2] bildungssprachlich: einen Ansatz weiterführen, etwas hochrechnen, entwickeln, von Bekanntem auf Unbekanntes schließen

Herkunft:

vom lateinischen extra → la[1]

Sinnverwandte Wörter:

[2] abschätzen, erschließen, hochrechnen, verlängern, weiterführen

Beispiele:

[1] „Solange nur die Anharmonizitätskonstante x e berücksichtigt wird, nehmen die aufeinander folgenden Terme linear ab, sodass man die nicht im Spektrum erscheinenden Übergänge leicht linear extrapolieren kann.“[2]
[1] „Sensoren im Brillengestell registrierten die Ausrichtung seiner Pupillen, extrapolierten den Weg und stellten fest, wohin David blickte.“[3]
[2] „Um die Hypothese einer unterdrückungslosen Kultur aus Freuds Triebtheorie zu extrapolieren, muß man sein Konzept der primären Triebe (Urtriebe), ihre Ziele und wechselseitigen Beziehungen nochmals überprüfen.“[4]
[2] „Schon hier zeigte sich seine Methode in Reinform: Ausgehend von sich selbst als Einzelfall, extrapolierte er eine Lehre mit universellem Anspruch.“[5]

Wortbildungen:

Extrapolation, Extrapolierung