Zufall
Erscheinungsbild
zufall m.
- Ww.
- ‘unerwartetes, unvorhergesehenes Geschehen’ (vorgebildet im 16. Jh.,
- geläufig seit 17. Jh.),
- fnhd. ‘starkes Andrängen, Zulauf, Parteinahme, Beistand, Beifall, Ereignis, Vorkommnis’
- und ‘jmdm. zufallender Besitz, Vorteil’ (15. Jh.),
- mhd. zuoval ‘Anfall, Angriff, das Zuteilwerden’,
- mnd. tōval,
- nl. toeval,
- Verbalabstraktum zu zufallen.
- Schon früh steht das Substantiv als Entsprechung von lat. accidēns n. ‘das Unwesentliche, Äußere, Zufall, unglückliches Ereignis’, spätlat. ‘Krankheitserscheinung’, mlat. auch ‘Eigenschaft, Merkmal’ (substantiviertes Part. Präs. von lat. accidere ‘auf etw. niederfallen, zu etw. hindringen, geschehen, ablaufen, widerfahren’); zuerst bei den mhd. Mystikern ‘was als Äußerliches zum Wesen hinzukommt, das Nicht-Ursprüngliche’ (Seuse, Tauler), dann in den Naturwissenschaften ‘die Stoffe unterscheidende Eigenschaft’ (16. Jh.), in der Medizin ‘von außen kommende krankhafte Störung, Krankheitserscheinung, Symptom’ (16. Jh.), auch ‘Anfall’ (17. Jh.).