Negative Theologie
Die negative Theologie (altgriechisch θεολογία ἀποφατική theología apophatikḗ, lateinisch theologia negativa) ist ein aus dem Platonismus stammendes Verfahren bei Aussagen über Gott bzw. über das Eine als erstes Prinzip der Metaphysik. Dabei wird das Denken und Reden über Gott beschränkt, indem alle positiven Aussagen konsequent als unsicher kritisiert und verworfen werden. Nur negative Aussagen können als wahr betrachtet werden (z. B. der un-endliche Gott).
Die Begriffe „positiv“ und „negativ“ sind dabei nicht in einem wertenden Sinn gemeint. Als „positiv“ gelten alle Aussagen, mit denen das Wesen Gottes bestimmt werden soll, indem festgestellt wird, was er ist. Dies geschieht, indem ihm bestimmte Eigenschaften wie beispielsweise Güte oder Weisheit zugeschrieben werden oder indem er mit diesen Eigenschaften identifiziert wird (z. B. Gott ist gut oder Gott ist das Gute). Dabei werden Vorstellungen, die aus dem Bereich menschlicher Erfahrung stammen, auf Gott übertragen. Die negative Theologie lehnt eine solche Vorgehensweise ab und begründet dies mit der Behauptung, es sei prinzipiell unmöglich, bei positiven Aussagen Gottes absolute Transzendenz angemessen zu berücksichtigen. Die Unangemessenheit menschlicher Vorstellungen und die Unwahrheit der auf ihnen basierenden Aussagen über Gott sei das einzige, was bezüglich Gott als zutreffend bestimmt werden könne. Somit seien nur negative Aussagen, also Verneinungen positiver Aussagen, legitim. Die systematische Beseitigung der irrigen positiven Vorstellungen sei eine unerlässliche Voraussetzung für ein wirklichkeitsgemäßes Verhältnis des Menschen zu Gott.
Die Verneinung positiver Bestimmungen ist nicht als Bejahung von ihnen entgegengesetzten Bestimmungen zu verstehen. Die Aussage, Gott könne nicht als gut bezeichnet werden, bedeutet nicht, dass er als schlecht bezeichnet wird. Vielmehr lehrt die negative Theologie, Begriffe wie „gut“ und „schlecht“ seien auf Gott nicht anwendbar.
erfasst hat, übernimmt manche Begriffe und Gedanken von dem Neuplatoniker Proklos. An die Stelle des neuplatonischen Modells der Emanation, des stufenweisen Hervorgangs der Welt aus der ersten Ursache, tritt bei ihm ein christliches Schöpfungsmodell, in welchem zwar ebenfalls eine hierarchische Stufenordnung gegeben ist, aber die Gesamtheit des Geschaffenen unmittelbar auf den unergründlichen Schöpfer zurückgeht.
Pseudo-Dionysius erörtert die Unterschiede zwischen der positiven („kataphatischen“) und der negativen („apophatischen“) Theologie. Er geht von einer Untersuchung der einzelnen Namen und Attribute Gottes aus, die aus der Offenbarung und der auf ihr fußenden positiven Theologie bekannt sind. Auf dem Weg der Kausalität (via causalitatis) schließt die positive Theologie aus positiven Eigenschaften von Geschaffenem wie Güte oder Weisheit auf Entsprechendes in der Ursache des Geschaffenen. Da der Schöpfer dem Geschaffenen diese Eigenschaften verliehen hat, muss er sie selbst besitzen, denn er kann nicht weniger sein als das von ihm Verursachte. Auf dem Weg der Verneinung (lateinisch via negationis) gelangt Pseudo-Dionysius jedoch zum Ergebnis, dass diese Namen und Bezeichnungen Gott nicht wirklich zukommen können, da sie seiner Transzendenz nicht gerecht werden. Da sie keine gültigen Aussagen über sein Wesen sind, müssen sie negiert werden. In diesem Sinne bezeichnet Pseudo-Dionysius Verneinungen als wahr, Bejahungen als unangemessen. Aber auch die Negationen erweisen sich als nicht wirklich zutreffend; da sie ebenfalls unzulänglich sind, müssen auch sie verneint werden. Dies bedeutet jedoch nicht eine Rückkehr zu positiven Aussagen, sondern eine Hinwendung zu „Über-Aussagen“ mit dem Präfix über- (griechisch hyper-, lateinisch super-), etwa „überseiend“ oder „übergut“. Letztlich sind aber auch die Über-Aussagen nur Hilfsmittel und nicht Tatsachenbehauptungen über das Wesen Gottes. Erst durch die letzte Negation, mit der man jede Art von Bestimmungen übersteigt, wird in der Annäherung an die göttliche Wirklichkeit der entscheidende Schritt getan: Die Namenlosigkeit wird mit dem „unaussprechlichen Namen“ identifiziert, welcher der Grund aller Namen und Benennungen ist und als solcher alle Namen vereinigt. Somit führt die Vollendung der Entleerung zur vollendeten Fülle, absolute Leere und absolute Fülle erweisen sich als identisch.
Die positiven Aussagen der Offenbarung bleiben bei Pseudo-Dionysius als wahr anerkannt, doch beziehen sie sich nicht auf Gottes Wesen, sondern nur auf seine Wirkung. Außerdem sind sie der notwendige Anfangsbestandteil eines Erkenntnisprozesses, der in seinem späteren Verlauf ein Weg vom Bewirkten zur Ursache, von der Vielheit zum Einen ist.[24] Die positive Theologie ist ein Weg des Abstiegs, der von dem, was Gott am ähnlichsten ist (Begriffe wie „das Hohe“, „das Erste“, „das Überragende“), abwärts führt zu dem, was Gott am fremdesten ist und doch einen Teil seiner Schöpfung bildet (Unbelebtes und Untugend). Die negative Theologie beginnt mit dem Letzten und Untersten (unbelebter Materie und den niederen Gemütsbewegungen), indem sie es bezüglich Gott negiert, und schreitet dann aufwärts, indem sie alle Worte und Namen bis hin zu den höchstrangigen Begriffen wie Leben und Gutheit als Aussagen über Gott verwirft.[25] Durch diesen schrittweisen Vollzug der Negationen vollbringt die Seele einen Aufstieg, der sie von der vertrauten Gedankenwelt abbringt und so zu Gott hinführt. Der nach Erkenntnis Strebende gelangt zur Einsicht in sein eigenes Nichtwissen und Nichterkennen; die negative Theologie führt ihn zur Wortlosigkeit und damit zum Schweigen. Seine Bemühungen, mittels der auf Sinneswahrnehmungen fußenden Vorstellungen und davon ausgehenden diskursiven Denkprozesse ans Ziel zu gelangen, sind gescheitert. Solches Scheitern erweist sich als Voraussetzung dafür, dass er eine authentische Beziehung zu Gott erlangt.[26]
Die letzte Phase des Aufstiegs, in der die konsequent voranschreitende negative Theologie ihre eigenen verneinenden Aussagen aufhebt und dadurch übersteigt, wird später in der lateinischen theologischen Terminologie als Weg des Überstiegs (via eminentiae) bezeichnet.
Mittelalter
Im Mittelalter wurde das von Pseudo-Dionysius dargelegte Konzept der negativen Theologie sowohl von westlichen, lateinischsprachigen als auch von östlichen, griechischsprachigen Theologen rezipiert. Im Westen wurde es ebenso wie im Osten als fester Bestandteil der kirchlichen Lehre etabliert. Im Jahr 1215 legte das Vierte Laterankonzil fest, es könne zwischen Schöpfer und Geschöpf keine Ähnlichkeit festgestellt werden, ohne dass eine noch größere Unähnlichkeit zwischen ihnen anzugeben wäre.[27]
Eriugena
Im 9. Jahrhundert gelangte eine Handschrift des „Corpus Dionysiacum“ (gesammelte Werke des Pseudo-Dionysius) ins Fränkische Reich. Der irische Gelehrte Johannes Scottus Eriugena übersetzte das Corpus ins Lateinische und schrieb einen Kommentar zu Pseudo-Dionysius' Schrift Über die himmlische Hierarchie. Er fertigte auch lateinische Übersetzungen der Hauptwerke von Maximus Confessor an. In seinem eigenen Hauptwerk, der Schrift Periphyseon („Über Naturen“), setzte er sich mit der Problematik der positiven und negativen Theologie auseinander. Zur Verbreitung des Gedankenguts der negativen Theologie im Mittelalter leistete er einen wesentlichen Beitrag. Auf Eriugena geht der lateinische Begriff theologia negativa und die einschlägige lateinische Terminologie zurück.[28]
Eriugena betont, dass positive und negative Theologie einander nur scheinbar entgegengesetzt seien. Nach seiner Auffassung stimmen sie vielmehr in allem überein. Die positive Theologie „bekleidet“ die „nackte“ göttliche Wesenheit (essentia) mit Aussagen wie „Gott ist die Wahrheit“, die metaphorisch zu verstehen sind. Die negative Theologie zieht der Gottheit dieses Kleid in einem logischen Prozess wieder aus. Damit widerspricht sie aber nicht der positiven Theologie, denn sie berücksichtigt deren metaphorische Redeweise. Die positive Theologie behauptet nicht „So ist Gott“, sondern nur „So kann Gott genannt werden“. Die Entkleidung, welche die negative Theologie vollzieht, führt zur Einsicht, dass Gott kein „Etwas“ ist; daher kann er unter diesem Gesichtspunkt ein „Nichts“ genannt werden. Da er kein „Etwas“ ist, gibt es keine positive Antwort auf die Frage, was er ist (quid est). Somit weiß auch Gott selbst nicht, was er ist; nicht einmal er selbst „begreift“ sein Wesen im Sinne des Erfassens von etwas Bestimmtem. Sein göttliches Nichtwissen (ignorantia) ist höchste Weisheit.[29]
Im Rahmen dieses theologischen Konzepts deutet Eriugena die christliche Lehre von der Erschaffung der Welt „aus dem Nichts“ (creatio ex nihilo). Für ihn kann diese Aussage über die Schöpfung nicht zeitlich zu verstehen sein in dem Sinne, dass es vor der Schöpfung den Schöpfer und ein Nichts gab und aus diesem Nichts dann zu einer bestimmten Zeit die Welt wurde. Sie kann auch nicht räumlich und materiell gemeint sein in dem Sinne, dass außerhalb des Schöpfers schon ein Raum und ein als Substrat aufzufassendes Nichts vorhanden waren und die Schöpfung dann eine Einwirkung auf diesen Raum und dieses Substrat war. Solche Vorstellungen setzen voraus, dass Gott zu einem Zeitpunkt erschaffen will, nachdem er dies zuvor nicht wollte. Das würde bedeuten, dass Gott etwas Akzidentelles widerfährt und bei ihm eine Veränderung herbeiführt, was für Eriugena absurd ist. Daher identifiziert der irische Denker – wie schon Gregor von Nyssa – das Nichts, aus dem Gott die Welt überzeitlich erschafft, mit dem Nichts, das Gott selbst ist. Eine zeitliche Priorität des Schöpfers gegenüber der Schöpfung lehnt Eriugena ab.[30]
Meister Eckhart
Meister Eckhart legt seine negative Theologie insbesondere in seinem Kommentar zum biblischen Buch Exodus vor. Er will dort zeigen, wie die Vernunft auf dem Weg der Verneinung fortschreitet und wie sie zur Einsicht in Gottes Einheit gelangt. Dabei knüpft er an den Führer der Unschlüssigen des Philosophen Maimonides (12. Jahrhundert) an. Im Sinne der traditionellen negativen Theologie erklärt Eckhart, dass alle Bejahungen oder positiven Attribute Gott in keiner Weise zukommen. Sie sind unzutreffend und nichtig, auch wenn es sich aus menschlicher Sicht um Vollkommenheiten handelt (beispielsweise Macht, Weisheit oder Leben). Negative Aussagen hingegen sind angemessen, insoweit sie zu einer Reinigung des auf Gott gerichteten Denkens führen. Im Gegensatz zu positiven Aussagen beanspruchen sie nicht mehr, als sie tatsächlich leisten. Die Aussage, dass Gott eins ist, ist zulässig, insoweit sie nur eine Verneinung von Heterogenität oder Teilbarkeit ist. Eine positive Aussage kann eine Definition sein oder ein Akzidens oder eine Relation betreffen oder sich auf Wirkungen beziehen; Eckhart legt dar, warum hinsichtlich des Wesens Gottes keine dieser Aussagearten in Betracht kommen kann.
Eckhart bleibt jedoch bei der Feststellung der Überlegenheit des Wegs der Verneinung nicht stehen, sondern unterwirft auch ihn der Kritik. Positive Aussagen müssen unter dem Gesichtspunkt der Reinheit (puritas)ausgeschlossen werden, da sie Gott mit etwas Geschaffenem in Bezug setzen und so eine von vornherein verunreinigte Gottesvorstellung erzeugen; negative Aussagen sind unter dem Gesichtspunkt der Fülle (plenitudo) unzutreffend, insoweit sie etwas ausschließen, obwohl das Göttliche nichts verneint und ausschließt. Somit erweist sich für Eckhart sowohl der positive als auch der negative Weg als unzulänglich; beide nehmen Begrenzungen vor, die mit dem allumfassenden und undifferenzierten Charakter der Gottheit unvereinbar sind. Über die Gottheit kann weder positiv noch negativ etwas Bestimmtes ausgesagt werden, da sie sich jenseits jeglicher Differenzierung befindet. Sie ist „weiselos“ (ohne Eigenschaften, durch die sie definiert werden könnte), ist ein „grundloser Grund“ und eine „stille Wüste“, eine „einfaltige Stille“.[31] Da Gott keine Begrenzungen aufweist, gibt es nichts, was er nicht ist; somit ist er „ein Verneinen des Verneinens“.[32]
Nikolaus von Kues
Im 15. Jahrhundert greift Nikolaus von Kues die negative Theologie auf. Er wendet sie auf das unendliche „Maximum“ (Gott) an, das keinen Gegensatz hat und nach der Lehre vom Zusammenfall der Gegensätzemit dem Allerkleinsten, dem „Minimum“, zusammenfällt. Dabei sucht er einen Ausweg aus dem Dilemma, das sich daraus ergibt, dass die negative Theologie einerseits die Fragwürdigkeit der positiven aufzeigt, andererseits aber, indem sie konsequent alle positiven Bestimmungen beseitigt, zum radikal Unbestimmten führt.
Die negative Theologie zeigt, dass das Wesen des Maximums unzugänglich bleiben muss. Nur die Notwendigkeit seiner Existenz ist beweisbar. Vollkommene Wahrheit ist schon im Bereich der Sinnesobjekte unerreichbar, weil Wissen auf Vergleichen beruht, der ständige Wandel der sinnlich wahrnehmbaren Dinge aber einen exakten Vergleich zwischen ihnen ausschließt. Erst recht ist das unendliche Maximum mit keinem der endlichen Dinge vergleichbar. Daher bleibt es menschlicher Erkenntnis entzogen. Wer dies einsieht, erkennt sein Nichtwissen und kommt der Wahrheit dadurch näher. Er kann sie zwar nicht erreichen, aber „berühren“. Die Rolle, welche die negative Theologie dabei zu spielen hat, ist für Nikolaus eine andere als für die ältere, auf der Lehre des Pseudo-Dionysius fußende Tradition. Er billigt der negativen Theologie keinen Vorrang gegenüber der positiven zu und betrachtet die positive nicht als bloße Propädeutik der negativen. Vielmehr sieht er in diesen beiden Herangehensweisen ein Paar von gleichrangigen Gegenpolen. Wenn diese beiden Gegenpole nicht nur nebeneinander bestehen, sondern ihr Zusammenfall zu einer Einheit verstanden und so der Widerspruch überwunden wird, kann das Unsagbare berührt werden.[33]
Orthodoxe Theologie
Im Oströmischen bzw. Byzantinischen Reich fand das Konzept der negativen Theologie einen stärkeren Widerhall als im Westen. Der Theologe Maximus Confessor griff im 7. Jahrhundert die Lehre des Pseudo-Dionysius auf. Die Überzeugung, dass Gottes Wesen prinzipiell unerkennbar sei, wurde zu einem Kernbestandteil der orthodoxen Theologie.
Ihre definitive Ausformung erhielt die orthodoxe Auffassung im Palamismus, der im 14. Jahrhundert von dem Theologen Gregorios Palamas formulierten Lehre, die bis heute die offizielle Position der Griechisch-Orthodoxen Kirche ist. Der Palamismus unterscheidet zwischen Gottes prinzipiell für die Geschöpfe unzugänglichem Wesen (griechisch οὐσία ousía) und seinen Wirkkräften (griechisch ἐνέργειαι enérgeiai), mit denen er sich zu erkennen gibt. Seinem Wesen nach bleibt Gott, selbst wenn er sich willentlich dem Nichtgöttlichen zuwendet, immer von seiner eigenen Zuwendung getrennt und unerkennbar. In seinen Wirkkräften kann man ihn jedoch erkennen, und im ungeschaffenen Taborlicht, das zu den Wirkkräften gehört, lässt sich eine Gotteserfahrung erleben. Der Unterschied zwischen Wesen und Wirkkräften ist zwar real, also nicht ein bloßes gedankliches Konstrukt von Menschen, aber bei den Wirkkräften handelt es sich für Palamas nicht um eine ontologisch eigenständige, neben dem Wesen existierende Realität, was mit der Einheit und Unteilbarkeit Gottes unvereinbar wäre, sondern die Wirkkräfte sind ebenso Gott wie das Wesen Gott ist. Da sie Gott sind, sind sie ungeschaffen. Gott ist in jeder seiner Wirkkräfte vollständig präsent. Somit sind die Wirkkräfte Gott unter dem Aspekt seiner Erkennbarkeit und Selbstoffenbarung, das Wesen ist Gott unter dem Aspekt seiner prinzipiellen Unerkennbarkeit. Die negative Theologie wird einerseits bekräftigt, andererseits zugleich aufgehoben.[34]
Der theologische Hauptgegner des Palamismus, Barlaam von Kalabrien, ein Zeitgenosse von Gregorios Palamas, war ebenfalls ein entschiedener Befürworter der negativen Theologie, die er aber ganz anders interpretierte als seine palamitischen Widersacher. Er unterschied scharf zwischen dem Bereich des Ungeschaffenen (Gott), der in seiner Gesamtheit in jeder Hinsicht menschlichem Denken und auch aller menschlichen Erfahrung prinzipiell verschlossen sei, und dem Bereich der geschaffenen Dinge. Wegen Gottes Unerreichbarkeit seien die theologischen Aussagen über ihn kaum mehr als Gedankenspiele.
Frühe Neuzeit
In der Renaissance hielten weite katholische Kreise, darunter Humanisten wie Marsilio Ficino und Giovanni Pico della Mirandola, vorbehaltlos an der Authentizität der Schriften des Pseudo-Dionysius fest, obwohl Lorenzo Valla Zweifel an der Echtheit äußerte und begründete, worin ihm Erasmus folgte. Die negative Theologie des Pseudo-Dionysius prägte weiterhin das Denken katholischer Theologen. Pico della Mirandola relativierte allerdings den Geltungsanspruch der radikalen negativen Theologie; den neuplatonischen Vorrang des Einen vor dem Sein akzeptierte er nicht, sondern er schrieb beiden Begriffen denselben Umfang zu und bezog beide gleichermaßen auf Gott. Mit Entschiedenheit trat Charles de Bouelles (Carolus Bovillus) in seiner 1510 veröffentlichten Schrift De nihilo („Über das Nichts“) für den Vorrang der negativen Theologie vor der positiven ein. Bei ihm ist die Nichtbestimmung ursprünglicher als die Bestimmung. Gott erschafft in sich selbst das Nichts; aus der Verneinung des Nichts geht das Sein hervor.[35] Martin Luther schätzte anfangs die herkömmliche negative Theologie, später lehnte er das Gedankengut des Pseudo-Dionysius nachdrücklich ab und bezeichnete es als gefährlich.[36]
In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts betont Johannes vom Kreuz mit besonderem Nachdruck die Andersartigkeit und den Abstand von Schöpfer und Geschöpf, die Unbegreiflichkeit und Unerreichbarkeit Gottes.
Im Zeitalter der Aufklärung kommt die negative Theologie als Fundamentalkritik an der positiven ins Blickfeld, wobei ihr Ansatz für Zwecke der Religionskritik instrumentalisiert wird. David Hume fragt, worin denn ein „Mystiker“ (Anhänger der negativen Theologie), der von der absoluten Unbegreiflichkeit Gottes ausgeht, sich von einem Skeptiker (Agnostiker) oder Atheisten unterscheidet, der die erste Ursache für unbekannt und unverstehbar hält.[37]
Kant lehnt in seiner Religionskritik die Gottesvorstellungen und -bilder nicht gänzlich ab. Er sagt aber, dass sie nur dazu geschaffen worden sind, den notwendigen moralischen Gesetzen „Effekt zu geben“.[38] Wenn dagegen die Vorstellungen oder Ideen eines höchsten Wesens als „unmittelbare Kenntnis neuer Gegenstände“ oder als reales Sein verstanden werden, von denen dann umgekehrt die moralischen Gesetze erst abgeleitet werden, so ist das nach Kant „schwärmerisch oder wohl gar frevelhaft“ und muss „die letzten Zwecke der Vernunft verkehren und vereiteln“.[39] Das Absolute kann für Kant nicht bestimmt werden, obwohl er es hinter den Phänomenen der Welt voraussetzt.
Moderne
Theologie
In der Moderne wird das Konzept einer negativen Theologie von stark bibelorientierten Theologen abgelehnt. Besonders eingehend hat Magnus Striet diese Kritik begründet.[40] Die Kritiker berufen sich auf die Vielzahl positiver Aussagen über Gott und seine Eigenschaften in der Bibel und argumentieren, diese Aussagen seien mit einem Wahrheitsanspruch verbunden, dessen Bestreitung oder Beschränkung im Rahmen eines biblisch fundierten Christentums nicht möglich sei. Außerdem komme in der negativen Theologie die Bedeutung des Glaubens, der Gnade und der Heilsgeschichte nicht angemessen zur Geltung. Ferner meint Striet, die negative Theologie laufe auf eine Verneinung der Religion und damit auf Atheismus hinaus. Er weist auf Ludwig Feuerbach hin, der in seiner 1841 erstmals veröffentlichten Schrift Das Wesen des Christentums behauptet hatte: Die angeblich religiöse Scheu, Gott durch bestimmte Prädikate zu verendlichen, ist nur der irreligiöse Wunsch, von Gott nichts mehr wissen zu wollen, Gott sich aus dem Sinne zu schlagen; dies sei nichts anderes als ein subtiler, verschlagener Atheismus.[41]
Philosophie
Karl Jaspers meint, in der negativen Theologie werde „auf ein metaphysisches Weltbild verzichtet zugunsten der schöpferischen Lebendigkeit, der mystischen Erlebnistiefe, der Bewegung in Richtung auf Ideen“. Sie sage über das Ganze nur Negationen und Paradoxien aus, könne aber nicht dauernd das „Bedürfnis der menschlichen Natur“ überwinden, „das Ganze als Weltbild, als die äußersten Horizonte unseres Seins auch gegenständlich vor uns zu haben, es zu denken und es auch anzuschauen“.[42]
Jacques Derrida unternimmt eine Aktualisierung des Ansatzes der negativen Theologie, den er von der gängigen Bindung an einen traditionellen religiösen Kontext löst, indem er ihn verallgemeinert, wobei er sich zugleich partiell von ihm distanziert. Ihm geht es um Kritik an allen Vorgehensweisen, die das jeweils Andere mit Bestimmungen aus dem Bereich des Nichtanderen verknüpfen, womit sie der Radikalität der Andersheit Abbruch tun. Aus seiner Sicht bleibt dabei die Singularität des jeweils (ganz) Anderen (wofür Gott nur ein Beispiel ist) auf der Strecke. Hier sieht Derrida eine Ähnlichkeit zwischen negativer Theologie und Dekonstruktion: Beide Ansätze kritisieren die Ausgrenzung von Teilen oder Aspekten einer Gegebenheit durch den Sprachgebrauch und wenden sich gegen ein Kategorisieren und Einordnen, das den Umgang mit den Objekten des Denkens von vornherein beschränkt und ihnen daher nicht gerecht werden kann. Derrida meint aber auch einen gewichtigen Unterschied zwischen negativer Theologie und Dekonstruktion konstatieren zu müssen: Er wirft der negativen Theologie vor, mit den „Über-Aussagen“ wie „überseiend“ doch wieder ein affirmatives Element einzuführen und ebenso wie die positive Theologie eine „Metaphysik der Präsenz“ zu etablieren, was er aus dekonstruktivistischer Sicht ablehnt. Sein Konzept der différance beruht nicht nur auf Nichtbestimmbarkeit, sondern auch auf Nichtpräsenz; Anwesenheit ist zu dekonstruieren.[43] Jean-Luc Marion widerspricht Derridas Kritik an der negativen Theologie. Er meint, der pseudo-dionysische Weg der „Über-Aussagen“ sei keine Rückkehr zu einer Metaphysik der Präsenz Gottes, keine verhüllte Positivität, sondern radikale Negation und eine Theologie der Absenz.[44]
Daoismus
Wegen der Verwerfung aller auf Gott bezogenen Bestimmungen besteht eine Analogie zwischen dem Gott der negativen Theologie und dem Prinzip Dao im Daoismus, dem ebenfalls alle vorstellbaren Eigenschaften abgesprochen werden.
Literatur
Allgemeines
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- William Franke: A Philosophy of the Unsayable. University of Notre Dame Press, Notre Dame 2014, ISBN 978-0-268-02894-7
- Maria-Judith Krahe: Von der Wesensart negativer Theologie. Ein Beitrag zur Erhellung ihrer Struktur. München 1976 (Dissertation)
- Mariele Nientied: Reden ohne Wissen. Apophatik bei Dionysius Areopagita, Moses Maimonides und Emmanuel Levinas. Pustet, Regensburg 2010, ISBN 978-3-7917-2263-4
- Marco M. Olivetti (Hrsg.): Théologie négative. CEDAM, Padova 2002, ISBN 88-13-24436-3 (zahlreiche Aufsätze)
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- Ralf Stolina: Niemand hat Gott je gesehen. Traktat über negative Theologie. De Gruyter, Berlin/New York 2000, ISBN 3-11-016853-7
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- Marco S. Torini: Apophatische Theologie und göttliches Nichts. Über Traditionen negativer Begrifflichkeit in der abendländischen und buddhistischen Mystik. In: Christoph Elsas (Hrsg.): Tradition und Translation. Zum Problem der interkulturellen Übersetzbarkeit religiöser Phänomene. De Gruyter, Berlin u. a. 1994, ISBN 3-11-013930-8, S. 493–520
- Dirk Westerkamp: Via negativa. Sprache und Methode der negativen Theologie. Fink, München 2006, ISBN 978-3-7705-4151-5
Antike
- Marios P. Begzos: Apophaticism in the Theology of the Eastern Church. The Modern Critical Function of a Traditional Theory. In: Greek Orthodox Theological Review 41, 1996, S. 327–357
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- Jens Halfwassen: Plotin und der Neuplatonismus. Beck, München 2004, ISBN 3-406-51117-1, S. 43–49
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Mittelalter
- Kurt Flasch: Die Metaphysik des Einen bei Nikolaus von Kues. Problemgeschichtliche Stellung und systematische Bedeutung. Brill, Leiden 1973, ISBN 90-04-03721-7, insbesondere S. 318–329
- Wouter Goris: Einheit als Prinzip und Ziel. Versuch über die Einheitsmetaphysik des Opus tripartitum Meister Eckharts. Brill, Leiden 1997, ISBN 90-04-10905-6, S. 156–206
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- Christian Ströbele: Performanz und Diskurs: Religiöse Sprache und negative Theologie bei Cusanus (= Texte und Studien zur Europäischen Geistesgeschichte. Reihe B, Band 12). Aschendorff, Münster 2015, ISBN 978-3-402-15998-9
Neuzeit
- Jacques Derrida: Wie nicht sprechen. Verneinungen. Passagen, Wien 1989, ISBN 3-900767-28-9
- Max Horkheimer: Die Sehnsucht nach dem ganz Anderen. Ein Interview mit Kommentar von Helmut Gumnior. Furche, Hamburg 1970, ISBN 3-7730-0023-5
- Thomas Rentsch: Negative Theologie, Transzendenz und Existenz Gottes. In: Edmund Runggaldier, Benedikt Schick (Hrsg.): Letztbegründungen und Gott. De Gruyter, Berlin/New York 2011, ISBN 978-3-110-22680-5, S. 115–133
- Susan Taubes: The Absent God. A Study of Simone Weil (Dissertation bei Paul Tillich 1956; Kurzfassung als Aufsatz: The Absent God. In: Thomas Jonathan Jackson Altizer (Hrsg.): Towards a New Christianity. Readings in the Death of God Theology. New York 1967, S. 107–119)
- Hans Waldenfels: Absolutes Nichts. Zur Grundlegung des Dialogs zwischen Buddhismus und Christentum. Mit einem Vorwort von Nishitani Keiji. 4., aktualisierte Auflage. Bonifatius, Paderborn 2013, ISBN 978-3-897-10513-3
- Sigrid Weigel: Die Religionsphilosophin Susan Taubes. ›Negative Theologie‹ und Kulturtheorie der Moderne. In: Bernhard Greiner, Christoph Schmidt (Hrsg.): Arche Noah. Die Idee der ›Kultur‹ im deutsch-jüdischen Diskurs. Rombach, Freiburg 2002, ISBN 3-7930-9324-7, S. 383–401
Weblinks
- Andreas Benk: Negative Theologie. In: Das wissenschaftlich-religionspädagogische Lexikon (www.wirelex.de), 2018
- Andreas Benk: Verborgener Gott und Konstrukte der Theologie (multimedialer Vortrag zur negativen Theologie)
Anmerkungen
- Platon, Politeia 508a–509b.
- Platon, Timaios 28c.
- Platon, Kratylos 400d.
- Platon, Siebter Brief 341b–e, 344d–345b.
- Jens Halfwassen: Der Aufstieg zum Einen, Stuttgart 1992, S. 264–297.
- Philon von Alexandria, Quod deus sit immutabilis 62, hrsg. André Mosès, Paris 1963, S. 94 f.; zu weiteren einschlägigen Stellen bei Philon siehe Josef Hochstaffl: Negative Theologie, München 1976, S. 33–35.
- Philon von Alexandria, De posteritate Caini 18–19, hrsg. Roger Arnaldez, Paris 1972, S. 54–57.
- Alkinoos, Didaskalikos 10, hrsg. John Whittaker und Pierre Louis: Alcinoos: Enseignement des doctrines de Platon, Paris 2002, S. 23 f.
- Siehe dazu Josef Hochstaffl: Negative Theologie, München 1976, S. 72 f.
- Kelsos, Alethes logos 7,42. Siehe dazu Horacio E. Lona: Die ‚Wahre Lehre’ des Kelsos, Freiburg 2005, S. 410–412.
- Siehe dazu Heinrich Dörrie: Die platonische Theologie des Kelsos in ihrer Auseinandersetzung mit der christlichen Theologie, Göttingen 1967, S. 28–30, 36–38.
- Plotin: Enneaden V,3,13,1 f.
- Proklos, In Platonis Parmenidem 1128. Dirk Westerkamp: Via negativa, München 2006, S. 21.
- Proklos, In Platonis Parmenidem 1108 und 1191.
- Dirk Westerkamp: Via negativa, München 2006, S. 17 f.
- Siehe dazu Werner Beierwaltes: Proklos. Grundzüge seiner Metaphysik, 2. Auflage, Frankfurt am Main 1979, S. 339–366.
- Arthur H. Armstrong: The Negative Theology of Nous in Later Neoplatonism. In: Horst-Dieter Blume, Friedhelm Mann (Hrsg.): Platonismus und Christentum, Münster 1983, S. 31–37.
- Proklos, In Platonis Parmenidem 1191.
- Apg 17,22–31 ELB.
- Die Belege sind zusammengestellt bei Maria-Judith Krahe: Von der Wesensart negativer Theologie. Ein Beitrag zur Erhellung ihrer Struktur, München 1976, S. 117 f.
- Maria-Judith Krahe: Von der Wesensart negativer Theologie. Ein Beitrag zur Erhellung ihrer Struktur, München 1976, S. 119–121; Henny Fiskå Hägg: Clement of Alexandria and the Beginnings of Christian Apophaticism, Oxford 2006, S. 260–268.
- Henny Fiskå Hägg: Clement of Alexandria and the Beginnings of Christian Apophaticism, Oxford 2006, S. 254–260.
- Siehe zu diesem Konflikt Maria-Judith Krahe: Von der Wesensart negativer Theologie. Ein Beitrag zur Erhellung ihrer Struktur, München 1976, S. 126–137.
- Ralf Stolina: Niemand hat Gott je gesehen, Berlin 2000, S. 13.
- Hella Theill-Wunder: Die archaische Verborgenheit, München 1970, S. 160–165.
- Dirk Westerkamp: Via negativa. Sprache und Methode der negativen Theologie, München 2006, S. 23–36.
- Heinrich Denzinger: Kompendium der Glaubensbekenntnisse und kirchlichen Lehrentscheidungen, 43. Auflage, Freiburg 2010, S. 337, Nr. 806.
- Siehe dazu Dirk Westerkamp: Via negativa, München 2006, S. 53 f.
- Maria-Judith Krahe: Von der Wesensart negativer Theologie. Ein Beitrag zur Erhellung ihrer Struktur, München 1976, S. 190–212.
- Michael A. Sells: Mystical Languages of Unsaying, Chicago 1994, S. 34–62.
- Meister Eckhart, Predigt 48, Die deutschen Werke, Bd. 2, S. 420 f. = Meister Eckhart: Werke, hrsg. Niklaus Largier, Band 1, Frankfurt a. M. 1993, S. 508 f.; Predigt 2, Die deutschen Werke, Bd. 1, S. 43 f. = Meister Eckhart: Werke, hrsg. Niklaus Largier, Band 1, Frankfurt a. M. 1993, S. 34–37; Predigt 42, Die deutschen Werke, Bd. 2, S. 309 = Meister Eckhart: Werke, hrsg. Niklaus Largier, Band 1, Frankfurt a. M. 1993, S. 456 f.
- Meister Eckhart, Predigt 21, Die deutschen Werke, Bd. 1, S. 361 Z. 10 – S. 363 Z. 2 = Meister Eckhart: Werke, hrsg. Niklaus Largier, Band 1, Frankfurt a. M. 1993, S. 248 f. Siehe dazu Mauritius Wilde: Das neue Bild vom Gottesbild. Bild und Theologie bei Meister Eckhart, Freiburg (Schweiz) 2000, S. 224–226.
- Siehe dazu Kurt Flasch: Nikolaus von Kues. Geschichte einer Entwicklung, Frankfurt 1998, S. 56 f., 107–118, 403–410, 440–443, 528–534, 562–564; Kurt Flasch: Die Metaphysik des Einen bei Nikolaus von Kues, Leiden 1973, S. 197–202, 318–329.
- Eine zusammenfassende Darstellung der palamitischen Position bietet Michael Kunzler: Gnadenquellen. Symeon von Thessaloniki († 1429) als Beispiel für die Einflußnahme des Palamismus auf die orthodoxe Sakramententheologie und Liturgik, Trier 1989, S. 7–19.
- Dirk Westerkamp: Via negativa, München 2006, S. 161–165.
- Dirk Westerkamp: Via negativa, München 2006, S. 165–167.
- David Hume: Dialogues concerning natural religion, hrsg. Richard H. Popkin, 8. Auflage, Indianapolis 1996, S. 28 (erstmals 1779 veröffentlicht).
- Immanuel Kant: Kritik der reinen Vernunft, B 846.
- Immanuel Kant: Kritik der reinen Vernunft, B 847.
- Magnus Striet: Offenbares Geheimnis. Zur Kritik der negativen Theologie, Regensburg 2003. 2008 ist eine Sammlung von einschlägigen Aufsätzen erschienen, die unter anderem verschiedene Stellungnahmen zu Striets Position enthält: Alois Halbmayr, Gregor Maria Hoff (Hrsg.): Negative Theologie heute? Zum aktuellen Stellenwert einer umstrittenen Tradition, Freiburg 2008.
- Ludwig Feuerbach: Das Wesen des Christentums, Stuttgart 1969 (Text der 3. Auflage, Leipzig 1849), S. 56.
- Karl Jaspers: Psychologie der Weltanschauungen, 6. Auflage, Berlin 1971 (erstmals 1919 veröffentlicht), S. 200 f.
- Siehe dazu Mariele Nientied: Reden ohne Wissen, Regensburg 2010, S. 29–32, 88–90; Dirk Westerkamp: Via negativa, München 2006, S. 200–209.
- Dirk Westerkamp: Via negativa, München 2006, S. 209–215; Mariele Nientied: Reden ohne Wissen, Regensburg 2010, S. 88–91.