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ÜHA/1

aus AufEinWort, der freien Forschung
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▶Zunächst habe ich festzustellen, was Hauptwort und was Zeitwort ist; dann was Bejahung und Verneinung und was Aussage und was Rede ist.

Die gesprochenen Worte sind die Zeichen von Vorstellungen in der Seele und die geschriebenen Worte sind die Zeichen von gesprochenen Worten. So wie nun die Schriftzeichen nicht bei allen Menschen die nämlichen sind, so sind auch die Worte nicht bei allen Menschen die nämlichen; aber die Vorstellungen in der Rede, deren unmittelbare Zeichen die Worte sind, sind bei allen Menschen dieselben und eben so sind die Gegenstände überall dieselben, von welchen diese Vorstellungen die Abbilder sind. Hierüber habe ich früher in meiner Schrift über die Seele mich ausgesprochen; es gehört nämlich zu einer andern Untersuchung.

So wie nun das einemal ein Gedanke auftritt, ohne wahr oder falsch zu sein, und das anderemal in der Weise, dass er nothwendig das eine oder das andere ist, so ist es auch mit den Worten; denn bei dem Falschen und Wahren handelt es sich um eine Verbindung oder Trennung. Die Hauptworte und die Zeitworte gleichen jenem Gedanken, bei welchen keine Verbindung oder Trennung statt hat; z.B. Mensch, oder: Weisses, sofern diesen nichts hinzugefügt wird. Ein solches Wort ist weder falsch noch wahr, aber es ist ein Zeichen von etwas; denn auch das Wort Bockhirsch bezeichnet etwas, allein es ist weder wahr noch falsch, so lange man nicht das Sein oder Nicht-sein damit verbindet, sei es überhaupt oder für eine bestimmte Zeit.


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[16a] Πρῶτον δεῖ θέσθαι τί ὄνομα καὶ τί ῥῆμα, ἔπειτα τί ἐστιν ἀπόφασις καὶ κατάφασις καὶ ἀπόφανσις καὶ λόγος. Zuerst müssen wir die Begriffe „Name“ und „Wort“ definieren, dann die Begriffe „Verneinung“ und „Bejahung“, dann „Aussage“ und „Satz“. First we must define the terms ‘noun’ and ‘verb’, then the terms ‘denial’ and ‘affirmation’, then ‘proposition’ and ‘sentence.’
Ἔστι μὲν οὖν τὰ ἐν τῆι φωνῆι τῶν ἐν τῆι ψυχῆι παθημάτων σύμβολα, καὶ τὰ γραφόμενα τῶν ἐν τῆι φωνῆι. Sprachlaute sind Symbole seelischen Erleidens und Geschriebenes sind die der Sprachlaute. Spoken words are the symbols of mental experience and written words are the symbols of spoken words.
καὶ ὥσπερ οὐδὲ γράμματα πᾶσι τὰ αὐτά, ο ὐδὲ φωναὶ αἱ [5] αὐταί· ὧν μέντοι ταῦτα σημεῖα πρώτως[1], ταὐτὰ πᾶσι παθήματα τῆς ψυχῆς, καὶ ὧν ταῦτα ὁμοιώματα, πράγματα ἤδη ταὐτά. So wie nicht alle Menschen gleiche Schrift haben, so haben nicht alle Menschen die gleichen Sprachlaute, aber die seelischen Leiden, die diese direkt symbolisieren, sind für alle gleich, ebenso wie die Dinge, deren Bilder unsere Erfahrungen sind . Just as all men have not the same writing, so all men have not the same speech sounds, but the mental experiences, which these directly symbolize, are the same for all, as also are those things of which our experiences are the images.


Gesprochenes sind Symbole seelischer Erfahrung und Geschriebenes sind die gesprochener Worte.

Die Worte in den Stimmen sind also die Symbole der Leiden in der Seele und der Dinge, die in den Stimmen geschrieben sind.

Ertöntes sind die Symbole seelischer Erfahrung und Verschriftetes des Ertönten.


[16a] Πρῶτον δεῖ θέσθαι τί ὄνομα καὶ τί ῥῆμα, ἔπειτα τί ἐστιν ἀπόφασις καὶ κατάφασις καὶ ἀπόφανσις καὶ λόγος.

Ἔστι μὲν οὖν τὰ ἐν τῆι φωνῆι τῶν ἐν τῆι ψυχῆι παθημάτων σύμβολα, καὶ τὰ γραφόμενα τῶν ἐν τῆι φωνῆι. καὶ ὥσπερ οὐδὲ γράμματα πᾶσι τὰ αὐτά, ο ὐδὲ φωναὶ αἱ [5] αὐταί· ὧν μέντοι ταῦτα σημεῖα πρώτως[1], ταὐτὰ πᾶσι παθήματα τῆς ψυχῆς, καὶ ὧν ταῦτα ὁμοιώματα, πράγματα ἤδη ταὐτά. περὶ μὲν οὖν τούτων εἴρηται ἐν τοῖς περὶ ψυχῆς· ἄλλης γὰρ πραγματείας. ἔστι δ', ὥσπερ ἐν τῆι ψυχῆι ὁτὲ μὲν νόημα ἄνευ τοῦ ἀληθεύειν ἢ ψεύδεσθαι, ὁτὲ δὲ ἤδη [10] ὧι ἀνάγκη τούτων ὑπάρχειν θάτερον, οὕτω καὶ ἐν τῆι φωνῆι· περὶ γὰρ σύνθεσιν καὶ διαίρεσίν ἐστι τὸ ψεῦδὸς[2] καὶ τὸ ἀληθές. τὰ μὲν οὖν ὀνόματα αὐτὰ καὶ τὰ ῥήματα ἔοικε τῶι ἄνευ συνθέσεως καὶ διαιρέσεως νοήματι, οἷον τὸ ἄνθρωπος ἢ λευκόν, ὅταν μὴ προστεθῆι τι· οὔτε γὰρ ψεῦδος [15] οὔτε ἀληθές πω. σημεῖον δ' ἐστὶ τοῦδε· καὶ γὰρ ὁ τραγέλαφος σημαίνει μέν τι, οὔπω δὲ ἀληθὲς ἢ ψεῦδος, ἐὰν μὴ τὸ εἶναι ἢ μὴ εἶναι προστεθῆι, ἢ ἁπλῶς ἢ κατὰ χρόνον.

First we must define the terms ‘noun’ and ‘verb’, then the terms ‘denial’ and ‘affirmation’, then ‘proposition’ and ‘sentence.’

Spoken words are the symbols of mental experience and written words are the symbols of spoken words. Just as all men have not the same writing, so all men have not the same speech sounds, but the mental experiences, which these directly symbolize, are the same for all, as also are those things of which our experiences are the images. This matter has, however, been discussed in my treatise about the soul, for it belongs to an investigation distinct from that which lies before us.

As there are in the mind thoughts which do not involve truth or falsity, and also those which must be either true or false, so it is in speech. For truth and falsity imply combination and separation. Nouns and verbs, provided nothing is added, are like thoughts without combination or separation; ‘man’ and ‘white’, as isolated terms, are not yet either true or false. In proof of this, consider the word ‘goat-stag.’ It has significance, but there is no truth or falsity about it, unless ‘is’ or ‘is not’ is added, either in the present or in some other tense.

Einzelnachweise

  1. ↑ a b πρώτως] πρώτων M-P
  2. ↑ ψεῦδὸς καὶ] ψεῦδός τε καὶ M-P