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ADHM/AdH/Herm. 016

aus AufEinWort, der freien Forschung
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 6. August 2024 um 17:54 Uhr durch Nikolaos (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „▶16) In der Tat waren zu Anfang des platonischen Kratylos die Worte überhaupt noch nicht geschieden: jedes Wort weist auf etwas hin, ist also vor seinem Satzgebrauch erst einmal ein »Name«. Spezieller, die Grammatik sieht auch die Nennform des Verbs, den Infinitiv, als ein Substantiv an. Die Begründung, die er gibt, nämlich das Suchen des ruhenden Punktes in der Flucht der – hier – phonetischen Ersch…“).
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▶16) In der Tat waren zu Anfang des platonischen Kratylos die Worte überhaupt noch nicht geschieden: jedes Wort weist auf etwas hin, ist also vor seinem Satzgebrauch erst einmal ein »Name«. Spezieller, die Grammatik sieht auch die Nennform des Verbs, den Infinitiv, als ein Substantiv an. Die Begründung, die er gibt, nämlich das Suchen des ruhenden Punktes in der Flucht der – hier – phonetischen Erscheinungen, wird auf erkenntnistheoretischem Niveau gewissermaßen zitiert bei Anal. post., B 19, 100 a 15 ff. Beide Topoi gehen offenbar zurück auf die Etymologie von ἐπιστήμη (Wissen) bei Platon, Krat., 437 a (wobei man allerdings 412a unbeachtet lassen muß).

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