ADHM/AdH/Herm. 066
▶66) „Folge« ist bei Aristoteles etwas durchaus anderes als im modernen Sprachgebrauch und Verständnis; es bedeutet – hier kommt er von der Denkweise der Topik nicht los – so etwas wie: Damit zusammenhängende Vorstellung (und immer, deren objektive Entsprechung). Es ist also im Grunde das argumentum a fortiori; aber die Reihe kann auch vom schwächsten Glied aufsteigen, je nachdem, ob man Negationen fortschafft oder beibringt oder versetzt. Diese Aufstellungen scheinen geradezu nach Formalisierung im Sinn der Begriffsschrift der Logistik zu verlangen (A. Becker [1933], S. 7-22), doch erweist sich das mit den bisherigen Mitteln als unmöglich: die aristotelischen Ausdrücke bleiben mehrdeutig (ausdrücklich 23 a 6f.). Das gänzliche Fehlen strenger Formalismen belegt die folgende Aufzählung im Vergleich mit der Tafel: Aristoteles geht es in der Reihenfolge (a), (c), (b), (d) durch und variiert auch noch die jeweiligen vier Glieder, wobei er offensichtlich in Paaren denkt.◀▶