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demotivier

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demotivieren (Deutsch)


Person Wortform
Präsens ich demotiviere
du demotivierst
er, sie, es demotiviert
Präteritum ich demotivierte
Konjunktiv II ich demotivierte
Imperativ Singular demotiviere!
demotivier!
Plural demotiviert!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
demotiviert haben
Alle weiteren Formen: Flexion:demotivieren

Worttrennung:

de·mo·ti·vie·ren, Präteritum: de·mo·ti·vier·te, Partizip II: de·mo·ti·viert

Aussprache:

IPA: [demotiˈviːʁən]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild demotivieren (Info)
Reime: -iːʁən

Bedeutungen:

[1] jemanden dazu bringen, dass er seinen Antrieb, seine Motivation zu etwas ganz oder teilweise verliert
[2] Linguistik: die bedeutungsmäßige Durchschaubarkeit einer sprachlichen Konstruktion, besonders die eines Wortes, verlieren

Herkunft:

Ableitung zu motivieren mit dem Präfix de- „ent-“

Sinnverwandte Wörter:

[1] abbringen, entmutigen, demoralisieren, einschüchtern, hindern, niedermachen
[2] idiomatisieren, lexikalisieren

Gegenwörter:

[1] aufbauen, ermuntern, fördern, motivieren, unterstützen

Beispiele:

[1] Die wirtschaftliche Lage demotiviert viele Menschen bei ihrer Arbeit.
[2] In der Redewendung „mit Kind und Kegel" steckt ein nicht mehr gebräuchliches Wort „Kegel“ mit der Bedeutung „uneheliches Kind“; dieses Wort ist also für Sprecher des Deutschen heute demotiviert.
[2] Für jemanden, der unter „Kratzbürste“ nur noch einen widerspenstigen Menschen und nicht mehr eine Bürste zum Kratzen versteht, ist auch dieses Wort demotiviert.
[2] Die Volksetymologie ist ein Verfahren, das dazu dient, Wörter, die im Lauf der Zeit demotiviert wurden, in ihrer Bedeutung wieder neu durchschaubar zu machen. (So wurde z. B. aus dem nicht mehr verstandenen mittelhochdeutschen „murmendīn“ im Neuhochdeutschen das Murmeltier.)[1]
[2] „Nach dieser Differenzierung zwischen Idiomatisierung und Demotivation ist dann ein Wortbildungsprodukt vom Moment seiner Bildung an graduell idiomatisch, ohne schon demotiviert zu sein.“[2]
[2] „Wenn Teile einer komplexen Wortform diese Bedingungen nicht erfüllen, ist das Wort synchron demotiviert […]“[3]

Wortbildungen:

[1] Demotivation, Demotivierung