Zum Inhalt springen

Realie

aus AufEinWort, der freien Forschung
Dies ist eine alte Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 20. August 2024 um 09:44 Uhr durch Nikolaos (Diskussion | Beiträge). Sie kann sich erheblich von der aktuellen Version unterscheiden.
Substantiv, n (Deutsch)
Worttrennung: kein Singular
Plural: Re·a·li·en
Aussprache: IPA: [ʁeˈaːli̯ən
Singular Plural
Nominativ Realie die Realien
Genitiv Realie der Realien
Dativ Realie den Realien
Akkusativ Realie die Realien

real-ie Vorlage:lat.-dt. 'Dingliches, Ding; Sachliches, Sache,

Aus mlat. realia 'sachliches', entlehnt, eine Substantivierung des Adjektivs realis „dinglich, sachlich, wesentlich; tatsächlich (vorhanden)“

Realien

Bedeutungen:

[1] veraltend: Naturwissenschaften, naturwissenschaftliche Fächer
[2] veraltend: wirkliche Dinge, Tatsachen
[3] veraltend: Sachwissen (im Gegensatz zu Verbalien)

Beispiele:

[1] In den Realien tat er sich besonders hervor und bracht fast nur Einser mit nach Hause.
[2] So musste er sich dann schließlich den Realien des Lebens beugen.
[3] Das sind Realien meine Herren! Kein dummes Geschwätz über Hirngespinste!

Wortbildungen:

Realienbuch

Gegenwörter:

Verbalien, Verbalia, Idealien, Idealia

Translationswissenschaft

In der Translationswissenschaft bezeichnet eine Realie oder ein Reale (Plural: Realien oder Realia) ein Element des Alltags, der Geschichte, der Kultur, der Politik usw. eines bestimmten Volkes, Landes oder Ortes, das keine Entsprechung bei anderen Völkern, in anderen Ländern oder an anderen Orten hat.[1]

Beispiele für Realien

Realien

Realien (von lateinisch realis ‚sachlich‘, ausschließlich in der Pluralform) steht:

Einzelnachweise

  1. ↑ Realien. In: Mary Snell-Hornby, Hans G. Hönig, Paul Kußmaul, Peter A. Schmitt: Handbuch Translation. 2., verb. Auflage, unveränd. Nachdruck. Stauffenburg Verlag Brigitte Narr, Tübingen 2015, ISBN 978-3-86057-992-3, S. 288 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. ↑ Sigrid Kupsch-Losereit: Die kulturelle Kompetenz des Translators. In: Lebende Sprachen. Band 47, Heft 3, München 2002, ISSN 0023-9909, S. 97–101, doi:10.1515/les.2002.47.3.97.