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Tücke

aus AufEinWort, der freien Forschung
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Tücken

Tuck + e | f. ‘Hinterlist, Arglist, Bösartigkeit’, mhd. tücke, tucke f. ‘Handlungsweise, Benehmen, Tun, Gewohnheit, Arglist’, seit Ende des 13. Jhs. (vorwiegend omd.) belegt, steht entweder als weibl. Bildung neben mhd. tuc, duc m. ‘Schlag, Streich, Stoß, schnelle Bewegung, Gebärde, Handlungsweise, Gewohnheit, listiger Streich, Kunstgriff, Arglist’, nhd. Tuck. Sichere ger. und außerger. Anschlußmöglichkeiten finden sich nicht. 

Es kann sich bei dem expressiven Charakter des Wortes um eine lautmalende Bildung handeln. Der anfänglich wertfreie Ausdruck erhält bereits in mhd. Zeit durch bestimmte Eigenarten einen abschätzigen Sinn, vgl. mhd. in unartiger tucke, in arger tucke, nāch sīner valschen tucke, woraus sich im 16. Jh. die Bedeutung ‘hinterhältige Gesinnung und Verhaltensweise’ entwickelt.