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Wucher

aus AufEinWort, der freien Forschung
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Wucherern,Wucherer,

Wuch + er | m. ‘aus verliehenem Geld erzielter unverhältnismäßig hoher Gewinn’, ahd. wuohhar ‘Frucht, Ernte, Ertrag, Gewinn, Lohn, Erfolg’ (8. Jh.), mhd. wuocher, (md.) wūcher, wōcher, auch ‘Kind, Zuchtvieh, übermäßige und unerlaubte Zinsen’, mnd. wōker, wūker ‘Ertrag von ausgeliehenem Geld, Zins’, mnl. nl. woeker, aengl. wōcor ‘Nachkommenschaft, Zins’, got. wōkrs ‘Zins’, eigentlich ‘Ertrag, Frucht’ (anord. okr ‘Zinsen, Wucher’ aus dem Mnd.), germ. *wōkra- m. ist mit dem Suffix für maskuline oder neutrale Konkretagerm. -ra- (ie. -ro-) zur Dehnstufe ie. *u̯ōg- der unter wachsen2 angegebenen Wurzel ie. *(a)u̯eg-,*aug- ‘vermehren, zunehmen’ gebildet, wozu die verwandten unter auch angeführten Formen.

Ausgangsbedeutung ist ‘Frucht, Nachkommenschaft’, an die sich der übertragene (und zunächst wertneutrale) Gebrauch ‘Frucht, Ertrag des Kapitals, Gewinn, Zins(en)’ anschließt.

Da die Kirche Geldverleih gegen Zinsen verurteilt, entwickelt das Wort in mhd. Zeit abschätzigen Sinn.

Als im 16./17. Jh. die Gesetzgebung, Zinsen (bis zu 5%) erlaubt, steht Wucher nur noch für die Erzielung überhöhter Zinsen bzw. Geschäftsgewinne.