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Materie

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mater + ie| das "Geborene", zur "Mutter gehörige, von der Mutter stammende"; lat.  materia "Angelegenheit; Material; Komponente Zeug; Substanz; (bildlich) Quelle, Herkunft"

¦⊕¦ Das aus oder von der Erdmutter hervorgebrachte;

¦⊗¦ ‘objektive Realität, stoffliche Substanz, Masseteilchen, Gegenstand, Inhalt, Thema’; Materie entwickelt sich in zwei Bedeutungssträngen: einerseits bezeichnet es den ‘Stoff, aus dem etw. gefertigt ist’ (im 18. Jh. abgelöst durch ↗Material, s. d.), andererseits gilt es in der Sprache der Philosophie als die ‘stoffliche Seite eines Naturkörpers’ (14. Jh.), als ‘Möglichkeit des Seins’, das seine Bestimmung erst durch die Form erhält. materiell Adj. ‘die Materie betreffend, stofflich, körperlich, wirtschaftlich’ (18. Jh.)

¦√¦ uig. *méh₂tēr "Mutter";

¦↵¦ lat. māter ‘Mutter’ im Sinne von "Ursprung" +‎ -ia;  lat. māteria ‘Stamm und Schößlinge von Fruchtbäumen und Weinreben, Bauholz, Nutzholz, (Grund)stoff, Aufgabe, Anlage, Ursache’; mhd. materje, materge ‘Stoff, Körper, Gegenstand, Flüssigkeit im Körper (besonders Eiter)’;

Traditionell abgeleitet von māter „Mutter, zumindest im Sinne von „Quelle“ +‎ -ia, in diesem Fall verwandt mit altarmenisch մայր mayr, „Zeder“ und մայրի mayri, „Wald“. In jüngerer Zeit bezeichnet als Proto-Indo-European * dem-.

Von Proto-Italic *mātēr, von Proto-Indo-European *méh₂tēr. Verwandt mit Old English mōdor (englische Mutter).

Materie f. ‘objektive Realität, stoffliche Substanz, Masseteilchen, Gegenstand, Inhalt, Thema’, mhd. materje, materge ‘Stoff, Körper, Gegenstand, Flüssigkeit im Körper (besonders Eiter)’ ist entlehnt aus lat. māteria ‘Stamm und Schößlinge von Fruchtbäumen und Weinreben, Bauholz, Nutzholz, (Grund)stoff, Aufgabe, Anlage, Ursache’, einer Ableitung von lat. māter ‘Mutter’ (s. ↗Mutter). Materie entwickelt sich in zwei Bedeutungssträngen: einerseits bezeichnet es den ‘Stoff, aus dem etw. gefertigt ist’ (im 18. Jh. abgelöst durch ↗Material, s. d.), andererseits gilt es in der Sprache der Philosophie als die ‘stoffliche Seite eines Naturkörpers’ (14. Jh.), als ‘Möglichkeit des Seins’, das seine Bestimmung erst durch die Form erhält. materiell Adj. ‘die Materie betreffend, stofflich, körperlich, wirtschaftlich’ (18. Jh.), von frz. matériel, entlehnt auslat. māteriālis ‘zur Materie gehörig’.

Dem Wort Materialist liegt die vererbte Bedeutung der Wortwurzel uirindogermanisch *ma-, mat-, mater, Sanskrit mā́tṛ or mātṛ́ „Mutter“, das „zur Mutter gehörige, von der Mutter stammende“, wobei es sich auf dem Ursprung von Dasein bezieht und die große Mutter, die Mutter Erde als Erdgöttin ist, die alles gebahr, was auch im Grunde das Wort Natur „Geborenes“, „das aus der Erdmutter hervorgebrachte“ bedeutet. Lateinische Gelehrte gaben dem Wort materia die Bedeutung "Stamm und Schößlinge von Fruchtbäumen und Weinreben, Bauholz, Nutzholz, Stoff, Grundstoff, Aufgabe, Anlage, Ursache“ und die der Alchemisten und Wissenschaftler dann die Bedeutung „objektive Realität, stoffliche Substanz, Masseteilchen, Gegenstand, Inhalt, Thema“ Materie stammt von der urindogermanischen Wortwurzel *ma- und Physik von *bʰuH- „werden, wachsen, erscheinen“, Natur von *ǵenh₁- „produzieren, zeugen, gebären“, einer Wortwurzel zu der die Wortwurzel *ǵneh₃- “wissen” in Beziehung steht, *ǵenh₁- als das hervorgebrachte Dasein und *ǵneh₃- als das Wissen darüber. Welche Wortbedeutung hat Vasudev in seiner Rolle als Sadhguru nun für seine Aussage in Bezug auf materialistisches Leben verwendet? Man könnte es übersetzen als „…Wenn wir mütterliches sagen, ist das, was deinen hervorgebrachten Körper und deiner Gesinnung betrifft und befriedigt, mütterliches  Leben. … Also das, was deinen Körper und deine Gesinnung (Vorlieben und Neigungen) befriedigt. …“ und man könnte hunderte ähnliche bis andere Aussagen aus dem Satz herausholen, je nach dem welche Lehre und Gesinnung derjenige hat, der sie macht oder der sie deutet.