Schema
Schemas,Schemen,Schemata
Schema | n. eigentl. "Schegma"; ‘anschauliche, oft vereinfachende Darstellung, Übersicht, Rahmen, Muster, Vorbild’, Entlehnung (16. Jh.) von lat. schema, grie. schéma (σχέμα), sekundär nach schḗma (σχῆμα) ‘Haltung, Gebärde, Gestalt, Erscheinung, (geometrische, rhetorische) Figur’, zu grie. échein (ἔχειν) ‘besitzen, (zurück)halten, haben’ bzw. dessen schwundstufigem Aorist sché͞in (σχεῖν) ‘bekommen, in Besitz nehmen, sich verhalten’. #
Redensartlich nach (dem) Schema F ‘nach vorgegebenem, festem, bürokratischem, unabänderlichem Muster’ (18. Jh.), eigentlich ‘etw. nach einer mit F bezeichneten Richtlinie behandeln’.
Aus Proto-Indo-Europäisch *sǵʰ-éh₁-mn̥, gebildet aus dem Nullgrad von Proto-Indo-Europäisch *seǵʰ- „halten“, synchron entsprechend ἔχω ékhō, „Ich habe“ + -μα -ma. vwdt. mit dt. Sieg, zu uger. *séǵʰos "Leistungsstärke", Von *seǵʰ- („halten, überwältigen“) + *-os.