Reinkarnation
re + Inkarnation | ‚Wiederfleischwerdung‘ oder ‚Wiederverkörperung‘, bezeichnet Vorstellungen der Art, dass eine (zumeist menschliche) Seele oder fortbestehende mentale Prozesse (so oft im Buddhismus verstanden) sich nach dem Tod – der „Exkarnation“ – erneut in anderen empfindenden Wesen fortbesteht.
Der Begriff Reinkarnation bezeichnet keine bestimmte Lehre, sondern fasst eine Vielzahl verschiedener Lehren zusammen, die in verschiedenen Ausprägungen Bestandteil von diversen Religionen sind. In der christlich geprägten westlichen Kultur, wo die Reinkarnation nicht Teil der vorherrschenden Glaubensrichtungen ist, wurde der Begriff Reinkarnation durch den französischen Spiritisten Allan Kardec (Livre des ésprits, 1857) eingeführt. Davor waren Synonyme wie Palingenese "Wiederentstehung2, Metempsychose "Wiederverseelung, Seelenwechsel" und Metemsomatose "Wiederverkörperung, Körperwechsel" gebräuchlich, die bereits in der Antike Verwendung fanden. Die im 18. und 19. Jahrhundert geläufigste Bezeichnung war Metempsychose, im Deutschen auch Seelenwanderung. Die Bezeichnung Wiedergeburt erwies sich als problematisch, weil sie in einem abweichenden Sinn im Christentum im Zusammenhang mit der Taufe oder Bekehrung verwendet wird (siehe Wiedergeburt (Christentum)). Im 20. Jahrhundert setzte sich Reinkarnation als die geläufigste Bezeichnung durch. (WKP)
Metempsychose Wiederverseelung
Metemsomatose
Palingenese (altgriechisch, aus πάλιν, pálin ‚wiederum‘, ‚abermals‘ und γένεσις, génesis ‚Erzeugung‘, ‚Geburt‘) Wiederentstehung
Palingenesia
Samsara
Seelenwanderung
Transmigration
Wiedergeburt
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