Klumpen
klump,klumpe,klumpen
klumpen | m. ‘zähe, unförmige, zusammengeballte Masse’, daneben gleichbed. Klump m. (im Nordd. besonders ‘großer Mehlkloß’, heute meist nur noch in Wendungen wie einen Wagen in, zu Klump fahren, alles in, zu Klump schlagen, hauen), frühnhd. Klumpe.
Den aus dem Nd. und Md.stammenden Formen geht mnd. klump(e) ‘Klumpen, Haufen, Häufchen, Handvoll’, klumpe, klompe ‘(aus einem Stück gefertigter) Holzschuh’ vorauf; verwandt sind mnl. clompe, nl. klomp ‘Klumpen, Holzschuh’, engl. (aus dem Mnd.) clump ‘Büschel, (Baum)gruppe, Klotz, Klumpen, Haufen, Masse’, schwed. klump ‘Klumpen’.
Sie gehören als schwundstufige Bildungen zu der nasalierten Labialerweiterung uig. *glemb(h)- (wozu auch anord. klubba ‘Knäuel, Knüppel’, schwed.klubba ‘Keule, Hammer’, dissimiliert aus anord. klumba ‘Knüppel, Keule’, s. klimmen) der Wurzel uig. *gel- ‘(sich) ballen, Gerundetes, Kugeliges’ (s. kleben).
Aus dem ursprünglich schwachen Mask. Klumpe haben sich (durch Abfall des -e) die starken Formen Klump und (aus den obliquen Kasus) Klumpen (beide schon bei Luther) entwickelt.