Semikolon
Erscheinungsbild
semi + kolon n. stärker als ein Komma gliederndes Satzzeichen, ‘Strichpunkt’, Ende 15. Jh. von A. Manutius eingeführt, von Schottel (1663) mit Strichpünctlein übersetzt. Zu lat. cōlon, grie. kṓlon (κῶλον) ‘Abschnitt einer (Satz)periode’, eigentlich ‘Glied eines Tieres oder eines Menschen, besonders Bein’; vgl. nhd. Kolon ‘Doppelpunkt’, anfangs Colon (16. Jh.).
grie. kṓlon vorgriechischer Herkunft oder von uig *(s)kel- "biegen, krumm; gebogen; (gebeugte oder gekrümmte Körperteile) Bein, Ferse, Knie, Hüfte"