Zentrum
zent + trum | n. eigentl. "Stachel(stab); ruhender Zirkelschenkel; Stichwerkzeug, Stechgerät ... "; ‘Mittelpunkt, Mitte’, mhd. zentrum, spätmhd. (vereinzelt) auch zenter ‘Mittelpunkt’, Übernahme von lat. centrum ‘fester Schenkel des Zirkels, um den sich der andere dreht’ (daher eigentlich ‘Stachel’), ‘Mittelpunkt des Kreises’, griech. kéntron (κέντρον) ‘Stachel(stab), Spitze (eines Zirkelschenkels), Ort, wo man einen Schenkel des Zirkels einsetzt, Mittelpunkt (eines Kreises, einer Fläche, eines Körpers)’; vgl. griech. kenté͞in (κεντεῖν) ‘stechen, einstechen’.; uig. *ḱent- „stechen; zeigen“ + -τρον -tron, uig. *-trom. skri. -त्र (-tra) in dt. die Endung -el für Werkzeuge, Geräte;
Zufrühst in der Bedeutung ‘Kreismittelpunkt’, dann ‘Mitte, Mittelpunkt’ von geographischen oder topographischen Lagebestimmungen (vgl. auss dem Centro der erden, 16. Jh.), speziell ‘Stadtmitte, -kern, Innenstadt’ (Anfang 20. Jh.); übertragen ‘zentrale Stelle als Ausgangs- und Zielpunkt von Vorgängen und Entwicklungen, zentrale Einrichtung’ (2. Hälfte 16. Jh.). Bis ins 19. Jh. in lat. Schreibung und Flexion.