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Drude

aus AufEinWort, der freien Forschung
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drud + -e | auch Drud, Trut, männlich Drudner oder Trutner; f. ‘Dämon, Unholdin, Zauberin, Hexe, Schreckgespenst’, ahd. truta, trut, mhd. trute, trut,  (13. Jh.).

Herkunft ungesichert; vielleicht eine schwundstufige Bildung zu treten.

Drude ist ein Geistwesen des Volksglaubens, vergleichsweise Inkubus, das sich nachts auf die Brust von Schlafenden setzt und Albträume, Beklemmungen und Atemnot verursacht. Im gesamten deutschsprachigen Gebiet und vielen Teilen Europas gibt es die Vorstellung von Druckgeistern – je nach Region mit unterschiedlichen Bezeichnungen und Ausprägungen. Als Druden sind sie in Süddeutschland und Österreich verbreitet. Hier sind es Personen (überwiegend Frauen), die dazu verdammt sind, sich jede Nacht ein Opfer zum Drücken suchen zu müssen: Erwachsene, Kinder und Haustiere werden heimgesucht, aber auch Bäume und Steine. Dazu löst sich ihre Seele vom Körper, kann als Geist durch kleinste Spalte und Schlüssellöcher in ein Zimmer dringen und dann in verschiedener Gestalt erscheinen (z. B. als Katze, Strohhalm oder Feder).[1]

Zu den regionalen Bezeichnungen für Druden gehören Schrättele, Schratt im schwäbischen und alemannischen Raum sowie Walrider, Walriderske im oldenburgischen Raum.