tun
tue,tuend,tut,getan,tät,täte,tätest
tu + n | ‘eine Tätigkeit verrichten’, reflexiv (unpersönlich) ‘sich ereignen’.
Das Tw. (mit ehemals reduplizierenden Präteritalformen) ahd. (8. Jh.), mhd. tuon,
asächs. mnd. dōn, mnl. nl. doen, aengl. dōn, engl. to do ‘tun’
setzt wger. *dō- voraus, eine wohl ablautende Form der Ww. uig.*dhē- ‘setzen, stellen, legen’.
Als Verwandte sind vergleichbar aind. dádhāti ‘setzt, stellt hin, legt’, grie. tithénai (τιθέναι) ‘stellen, setzen, legen’, lat. abdere ‘weggeben, -tun, entfernen, verbergen, verstecken’, addere ‘hinzutun, -fügen, vermehren’, condere ‘gründen, einlegen, bergen, bedecken’, facere (Perf. fēcī) ‘tun, machen’, air. dorat ‘hat gegeben’, lit. dė́ti ‘setzen, stellen, legen, hineintun, säen, pflanzen’, aslaw. děti ‘legen, setzen, stellen’, dějati ‘tun, verrichten’, russ. det’ (деть) ‘hinlegen, verbrauchen’.
S. auch Tat (mit anord. dāð und got. -dēþs, die Reflexe des im Nordgerm. und Ostgerm. nicht belegten Tw. zeigen) und -tum.