knapp
knappe,knappen,knappem,knapper,knappes
knap + p | ‘kaum ausreichend, dürftig, eng anliegend, zu klein, zu kurz (von Kleidung)’.
Mnd. knap, knappe ‘eng, rar, spärlich’ gelangt im 16. Jh. (zuerst Fischart ‘eng angemessen, anliegend’, daher ‘hübsch’) in die Literatursprache.
Die Herkunft des Egsw. ist ungeklärt. Verwandt sind nl. knap ‘eng anschließend, schnell, klug’, anord. knappr ‘rasch (vom Wellenschlag)’, schwed. (falls nicht aus dem Mnd.) knapp ‘dürftig, kärglich, sparsam, schnell’.
Vielleicht wie die unter knabbern behandelten Formen mit affektischer Konsonantengemination zu einer Labialerweiterung der Ww. uig. *gen-‘zusammendrücken, kneifen, zusammenknicken, Zusammengedrücktes, Geballtes’ (s. kneipen2, knicken, kneten, Knopf, Knochen, Knoten, Knüttel)?