Zeit
zei + t | Zeitdauer, Zeitabschnitt, Gezeiten; Maß für Bewegung, Abstand, Entfernung, Geschwindigkeit in mathematischen Formeln;
¦⊕¦ als Wesenheit nur in der Vorstellung und Aufteilung als Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bestehend; ein Sein ohne Tun und Haben, der jedoch Tun und Haben, damit Gegenständlichkeit, Menge und Wirkung zugeordnet wird;
Zeit ist an sich Zeitdauer; Maßeinheit für Bewegung, Veränderung, Wandlung, Angleichung, die in Formeln für Schwingung, Entfernung, Geschwindigkeit zu dessen Berechnung als Bezugsgröße verwendet wird; Zeit ist im gesamten Raum des Universums gleich, da sie selbst nicht physikalisch ist und daher auch selbst nicht da ist; Zeit beruht auf Vorstellung, Gesichtspunkte und Einteilungen; nichts im Dasein ist von Zeit beeinflußt oder beeinflußt Zeit und daher läßt sich Zeit nur von Bewegung ableiten und als Bezugsgröße von Bewegung und Entfernung zwischen Gegenständen, der Geschwindigkeit oder Ruhe in Bezug setzen;
¦⊗¦ ‘Ablauf des Geschehens, Aufeinanderfolge der Ereignisse, bestimmter Abschnitt oder Punkt dieses Ablaufs’
¦√¦ uig. *dī̌-; uig. deh₂- “teilen”; uig. *deh₂y-;
¦↵¦ uig. *déh₂itis von *deh₂y- (“to share, divide”) + *-tis.; ugerm. *tīdiz; ahd. (8. Jh.), mhd. zīt, f. n. ‘Zeit, Zeit-, Lebensalter, Leben, Jahres-, Tageszeit, Stunde’, asächs. aengl. tīd, mnd. tīt (nd. Tīde ‘Zeit, Flut’), mnl. tijt, nl. tijd ‘Zeit’, engl. tide ‘Gezeit(en), Ebbe und Flut’ (in Zusammensetzungen ‘Zeit’, vgl. summertide ‘Sommerszeit’), anord. tīð ‘Zeit, Stunde, Gebet’, schwed. tid ‘Zeit’ setzen germ. *tīði- (bzw., falls das neutrale Genus im Ahd. und Mhd. nicht als sekundär anzusehen ist, auch germ. *tīða-) voraus.;
Daneben stehen aengl. tīma ‘Zeit, Gelegenheit’, engl. time ‘Zeit’, anord. tīmi ‘Zeit, rechte Zeit, Mal, Glück’, schwed. timme ‘Stunde’, beruhend auf germ. *tīma-m. Die germ. Formen lassen sich im Sinne von ‘Abgeteiltes, Abschnitt’ teils mit t-Suffix, teils mit dem Suffix ie. -mon- an die Tiefstufe ie. *dī̌- der unter ↗Teil (s. d.) angeführten Wurzel ie. *dā(i)- ‘teilen, zerschneiden, zerreißen’ anschließen;
Zeit f. ‘Ablauf des Geschehens, Aufeinanderfolge der Ereignisse, bestimmter Abschnitt oder Punkt dieses Ablaufs’, ahd. (8. Jh.), mhd. zīt f. n. ‘Zeit, Zeit-, Lebensalter, Leben, Jahres-, Tageszeit, Stunde’, asächs. aengl. tīd, mnd. tīt (nd. Tīde ‘Zeit, Flut’), mnl. tijt, nl. tijd ‘Zeit’, engl. tide ‘Gezeit(en), Ebbe und Flut’ (in Zusammensetzungen ‘Zeit’, vgl. summertide ‘Sommerszeit’), anord. tīð ‘Zeit, Stunde, Gebet’, schwed. tid ‘Zeit’ setzen germ. *tīði- (bzw., falls das neutrale Genus im Ahd. und Mhd. nicht als sekundär anzusehen ist, auch germ. *tīða-) voraus. Daneben stehen aengl. tīma ‘Zeit, Gelegenheit’, engl. time ‘Zeit’, anord. tīmi ‘Zeit, rechte Zeit, Mal, Glück’, schwed. timme ‘Stunde’, beruhend auf germ. *tīma-m. Die germ. Formen lassen sich im Sinne von ‘Abgeteiltes, Abschnitt’ teils mit t-Suffix, teils mit dem Suffix ie. -mon- an die Tiefstufe ie. *dī̌- der unter ↗Teil (s. d.) angeführten Wurzel ie. *dā(i)- ‘teilen, zerschneiden, zerreißen’ anschließen, wozu auch aind. dáyatē ‘teilt, teilt zu, hat Anteil’, dā́ti, dyáti ‘schneidet ab, teilt, mäht’, griech. dá͞iesthai (δαίεσθαι) ‘(ver)teilen’, dá͞is, dá͞itē, daitýs (δαίς, δαίτη, δαιτύς) ‘Portion, Speise, Mahlzeit’, daitrón (δαιτρόν) ‘Anteil, Portion’, (mit mo-Formans) dḗmos (δῆμος) ‘Volk, Gau, Land’, air. dām ‘Gefolgschaft, Schar’ gehören.
German
Etymology
From Middle High German zīt, from Old High German zīt, from Proto-Germanic *tīdiz, from Proto-Indo-European *déh₂itis (“time, period”), from *deh₂y- (“divide”). Cognate with Low German Tiet, Tied, Dutch tijd, English tide, Danish tid. Also cognate, more distantly, with English time.
Pronunciation
- Hyphenation: Zeit
Noun
Zeit f (genitive Zeit, plural Zeiten)
- time (as a concept)
- time of day (clipping of Uhrzeit.)
- period, era (time in the past)
- stint (e.g. in the army)
- (grammar) tense
Proto-Indo-European
Etymology
From *deh₂y- (“to share, divide”) + *-tis.
Noun
*déh₂itis f