thésis
thésis agr. θέσῐς These Wrtdtng: 'Geschaute, Gestellte, Gelegte, ', Satz, Setzung, Anschauung;
thesis, is, Akk. in, Abl. ī, f. (θέσις), I) als rhetor. t.t. = der angenommene Satz, die Annahme, Sen. rhet. u. Quint. – II) als metr. t.t., das Senken der Stimme, rein lat. positio od. depositio vocis (Ggstz. arsis), Gramm. – III) = παρακαταβολή, das Sukkumbenzgeld bei Gelübden, Corp. inscr. Lat. 14, [1]
Thesis (thesis): Satz, Behauptung, Setzung (s. d.), »Satzheit« (bei CHR. KRAUSE, Vorles. S. 266). Vgl. Antinomien, Synthesis.[2]
Von τίθημι títhēmi, „ich lege, platziere“ + -σις -sis, obwohl es entweder im Griechischen entstanden sein oder früher zurückgehen könnte. Im letzteren Fall wäre es von einem uig. *dʰéh₁tis, von *dʰeh₁- (Wurzel von τίθημι títhēmi). Verwandte Wörter sind skr. अपिहिति ápihiti, avest. 𐬀𐬭𐬋𐬌𐬛𐬍𐬙𐬌 arōidīti, lat. conditiō und Gotisch 𐌲𐌰𐌳𐌴𐌸𐍃 gadēþs. Mehr dazu unter deed.
Substantiv θέσῐς • (thésis) f (Genitiv θέσεως); dritte Deklination
- eine Umgebung, Platzierung, Anordnung
- Hinterlegung
- Adoption (eines Kindes)
- Adoption (im allgemeineren Sinn der Annahme als das eigene)
- (Philosophie) Position, Schlussfolgerung, These
- (Tanz) den Fuß aufsetzen
- (Metrum) die letzte Hälfte des Fußes
- (Rhetorik) Bestätigung
- (Grammatik) Stopp
- ↑ Quelle: Karl Ernst Georges: Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch. Hannover 81918 (Nachdruck Darmstadt 1998), Band 2, Sp. 3109. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20002691892 Lizenz: Gemeinfrei Faksimiles: 3109
- ↑ Quelle: Eisler, Rudolf: Wörterbuch der philosophischen Begriffe, Band 2. Berlin 1904, S. 502. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20001806416 Lizenz: Gemeinfrei Faksimiles: 502