Zum Inhalt springen

-en

aus AufEinWort, der freien Forschung
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 8. Juni 2025 um 05:56 Uhr durch Nikolaos (Diskussion | Beiträge) (Textersetzung - „{{dt.}}“ durch „Sprachstufe::deu.“).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wrtndng

-e-n, auch -ern, deu.

bedeutet ein Machen/Tun, Sein oder Mehrzahl des vorangehenden Wort

¦∑¦ e + n;

¦∅¦ (1) -en, -en-: zeigt an Wortenden oder Wortbindungen an, dass ein Dasein die des vor dem -en stehenden Wortbestandteilen als   Tätigkeit ausführt undoder als Eigenschaft hat, wie zum Beispiel in gehen, gehend;
¦∅¦ (2) en (een): für 1, Eins, ein, einen im Dialekt "giv me en...." "gib mir ein...
¦∅¦ (3) en: in Dialekten für in, innen, hinein;
¦∅¦ (4) en: mittelniederdeutsch für nein, nicht;

¦⊕¦ en bezieht sich immer auf eine wesentliche Eigensschaft oder Menge;

¦↵¦ (1) -en uig. *-iHnos; uger. *-īnaz; ahd. -īn, mhd. -en;
¦↵¦ (2) von mhd. ên, from Old Saxon ēn. Compare Dutch een, German ein, West Frisian ien, English one.;
¦↵¦ (3) uig. *h₁én; ahd. in;
¦↵¦ (4) von uger. From Proto-Germanic *ne (“nein, nicht”); mnd., nhd. en.

From Middle High German -en, a merger of various terminations in Old High German reflecting different conjugational patterns, namely -an, -ōn, -en (-ien), and -nen, from Proto-Germanic *-aną, *-ōną, *-janą, *-āną, and *-naną.


-an, From Proto-Germanic *-aną

-ōn, From Proto-Germanic *-ōną

From two sources, both reflecting earlier *-ōjaną:

  • From Proto-Indo-European *-eh₂yéti, an innovated compound suffix from *-eh₂ (eh₂-stem noun suffix) + *-yéti (denominative suffix). These were originally formed as denominative verbs from ō-stem nouns. When attached to thematic (a-stem) nouns, the thematic vowel was also retained, but the resulting compound suffix *-eyé- became part of the first weak class instead.
  • From Proto-Indo-European *-(e)h₂yéti, an innovated compound suffix from *-(e)h₂ti (factitive verb suffix) which was originally athematic, but later extended with the thematic present suffix *-yéti.

Cognates include Latin -āre (first conjugation), Ancient Greek -άω (-áō, contracted verb), Sanskrit -आयति (-ā́yati).

-en From Middle High German -en, from Old High German -īn, from Proto-Germanic *-īnaz. From Proto-Indo-European *-iHnos. Cognate with Latin -īnus and Ancient Greek -ινος (-inos). From *-nós.

-ien und -nen ist nur -en + i davor je nach Anschlussvokal

-en, *-naną. Reconstructed by Ringe[1] from an alternating suffix *-nō- (singular) ~ *-na- (nonsingular), from Proto-Indo-European *-néh₂- ~ *-nh₂-, from n-infix presents to laryngeal-final roots that were reanalysed as a separate suffix (as in several other branches).

Bedeutungen:

[1] nachgestelltes Wortbildungselement, das Verben ableitet
[2] Suffix der Grundform von Verben; Wortstamm + -en bildet die Grundform (den Infinitiv)
[3] Konjugationsendung, Suffix bei Verben, das die 1. und 3. Person Plural anzeigt
[4] sehr häufige Deklinationsendung bei Substantiven, Adjektiven, dem Artikel und Pronomina (besonders in der sogenannten schwachen Deklination)
[5] eins von mehreren Fugenelementen bei der Wortbildung
[6] nachgestelltes Wortbildungselement, das von Personen geografische Namen ableitet
[7] nachgestelltes Wortbildungselement, das Adjektive ableitet, mit der Bedeutung: aus dem Stoff von

Herkunft:

[2] aus dem Akkusativ eines indogermanischen deverbativen Neutrums auf *-no-

Sinnverwandte Wörter:

[5] -s-
[6] -ien, -land

Beispiele:

[1] Fügt man dem Adjektiv „kühl“ das Suffix „-en“ hinzu, erhält man das Verb „kühlen“.
[1] Fügt man dem Substantiv „Aal“ das Suffix „-en“ hinzu, erhält man das Verb „aalen“.
[2] Fügt man dem Verbstamm „falsifizier-“ das Suffix „-en“ hinzu, erhält man den Infinitiv „falsifizieren“; fügt man das Suffix „-st“ hinzu, erhält man die Verbform „falsifizierst“.
[3] Wir kommen gleich, Mats kommt später und die Eltern kommen in einer Viertelstunde.
[4] In „den guten Präsidenten“ kommt -en dreimal vor.
[5] „Präsidentenwahl“ enthält ein Beispiel für -en als Fugenelement.
[6] Schweden heißt nach dem Einwohner, dem Schweden, so.
[7] Der Schlüssel aus Gold ist golden.

Wortbildungen:

[2] sämtliche Verbgrundformen, mit Ausnahme der Verben, deren Stamm auf -el oder -er endet (diese erhalten lediglich ein -n), und mit Ausnahme von Verben wie sein, tun
[6] Hessen, Mähren, Masuren, Niedersachsen, Ostpreußen, Polen, Schweden
[7] baumwollen, eichen, erzen, golden, graniten, jaden