Verstand
ver + Stand | daß Zustande gekommene Ausmaß des Verstehen in dessen Bestandteilen und im Ganzen; stagniertes Verstehen; Grundlage des Denken; das aus dem Vernehmen entstandene Bezugssystem, aus dem sich die Einstellungen herausbilden;
¦⊕¦ an sich einfach "das, was als Verstehen zu stehen, zu Stande gekommen ist" und seine Denkweise erwirt; im ahd. um 8. Jh. bedeutete firstant "Weißheit" danach wurden Wortbedeutungen durch Gelehrte für Vertsand verbreitet, die aus der antiken Logik stammen und an sich das Vertsändniß über Verstand zum Nachteil wandelten; logische Bedeutung ist "Fähigkeit zu denken, zu urteilen’ ist falsch! und unter "denken und urteilen" verstanden die Gelehrten ein logisches Verfahren des Aristoteles für Schlußfolgerungen, daß im Grnde mathematisch ein Dreisatz ist; Der Verstand tut selbst gar nichts, sondern ist das Ergebnis des Verstehen und Zustand des Verstehen;
¦⊗¦ m. ‘Fähigkeit zu verstehen, Begriffe zu bilden, Schlüsse zu ziehen, zu urteilen, zu denken’,
¦∠¦ Wissenschaftler und infolge Menschen ordnen dem Verstand Fähigkeiten und Fertigkeiten zu, machen es zu einer Einrichtung, die es so nicht ist; was dem Verstand an Fähigkeiten und Fertigkeiten zugeschrieben wird, ist meist dem Vorstellungsvermögen zu eigen;
¦√¦ fra, sta;
¦↵¦ ahd. firstant ‘Weisheit’ (8. Jh.), danach frühnhd. verstant ‘Verständnis, Verständigung’ und in der heutigen Bedeutung (16. Jh.).;