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Sexus

aus AufEinWort, der freien Forschung
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Sex + -us | ‘natürliches (biologisches) Geschlecht, (der Fortpflanzung und Arterhaltung dienender) Geschlechtstrieb’, meist fachsprachlich (Anfang 18. Jh., häufiger im 20. Jh.), lat. sexus ‘das männliche oder weibliche Geschlecht’.

"Der Sexus von Menschen und Tieren kann in vielen Sprachen durch ein entsprechendes grammatisches Geschlecht (Genus) und spezifische Morpheme markiert werden. Der Begriff Sexus ist nicht auf Wörter anwendbar, die sich nicht auf Lebewesen beziehen (z. B. ist das Wort „Tisch“ im Deutschen grammatisch maskulin (lat. masculin ‘männlich’), aber Tische sind nicht „männlich“). Das Genus von Wörtern dient dagegen der Einteilung von Wörtern in grammatische Klassen (in Genera), die eine Sprache für alle Substantive erfordert."

"Die Wörter „Hase“ oder „Gans“ sind im Deutschen nicht sexusmarkiert. Wenn also von einem „Hasen“ oder einer „Gans“ gesprochen wird, bleibt meistens offen, ob es sich um ein männliches oder ein weibliches Tier handelt; dagegen sind die Wörter „Häsin“ oder „Gänserich“ eindeutig sexusmarkiert durch die Motionssuffixe „(Häs)-in“ beziehungsweise „(Gäns)-erich“. Wird von einem „Ganter“ gesprochen, wird der Oberbegriff durch ein anderes Wort ersetzt (Suppletion) (wenn auch der Bezug zu dem Grundwort „Gans“ im konkreten Fall erkennbar bleibt). „Herr“ ist ein Wort, das sich semantisch auf Männer bezieht, mit dem Motionssuffix „-in“ kann es auf Frauen bezogen werden, da das Wort „Herr“ in seiner Grundbedeutung keine bloß stilistische Abwandlung des Wortes „Mann“ darstellt, sondern sich auf jemanden bezieht, der über Herrschaftsgewalt verfügt." (Wkp. Sexus 16.9.2021)