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Wertrationalität

aus AufEinWort, der freien Forschung
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Wert–Rationalität, wertrational-ität, lat.-deu., vgl. Zweckrationalität

Als rational gilt hier, was wohlbegründet, angemessen und verantwortbar ist. In Abgrenzung zur instrumentellen oder zweckorientierten Rationalität kann man hier von einer substanziellen oder moralischen Rationalität sprechen. Max Weber bezeichnete diesen Aspekt des Begriffs als Wertrationalität, die einer moralischen, religiösen oder ästhetischen Einstellung folgt und sich in einer Gesinnungsethik äußert.[1]

Weber hat weiterhin die Zweckrationalität von der Wertrationalität unterschieden. Während die Zweckrationalität am erwarteten Verhalten der Außenwelt und anderer Menschen orientiert ist, bezieht sich die Wertrationalität auf kulturelle Werte als Motive des Handelns.[1]

  1. ↑ a b Max Weber: Wirtschaft und Gesellschaft [1921], 5. Auflage. Mohr Siebeck, Tübingen 1976, S. 11–12.